
Die internationalen Zugverbindungen zwischen Zürich und Paris über Basel sollen ab Montag nach einem Monat mit eingeschränktem Betrieb wieder normal laufen. Laut der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) führten Bauarbeiten auf französischer Seite der Grenze dazu, dass „vom 1. Juni bis 26. Juli 2026 einige TGV-Verbindungen zwischen Zürich HB und Basel SBB ausfielen“. Reisende mussten auf deutsche ICE-Verbindungen ausweichen oder über Genf fahren, um alternative TGV-Züge zu erreichen. Trotz reduzierter Kapazitäten berichteten Geschäftsreisemanager von Fahrpreissteigerungen von bis zu 35 % auf den verbliebenen Spitzenverbindungen. Mehrere multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in Basel verlegten interne Meetings ins Online-Format oder baten ihre Mitarbeitenden, bereits am Vorabend anzureisen, um die Ankunft zu garantieren. Die Ausfälle verlängerten zudem die Tür-zu-Tür-Reisezeiten für nordamerikanische Passagiere mit Anschluss in Paris-CDG. Die SBB kündigt an, dass der grenzüberschreitende Fahrplan nun wieder auf die regulären neun TGV-Paarungen pro Tag zurückkehrt, warnt jedoch vor weiteren Bauarbeiten in Frankreich vom 17. August bis 29. Oktober, die erneut Umleitungen und etwa einstündige Reisezeitverlängerungen verursachen werden. Mobilitätsteams werden dazu angehalten, die SBB-Seite „Fahrplanänderungen in Europa“ im Blick zu behalten und nach Möglichkeit flexible Tickets zu buchen. Der Vorfall verdeutlicht die zunehmende Komplexität der Reiseplanung für Unternehmen, die eine nachhaltige, auf die Bahn fokussierte Mobilitätsstrategie verfolgen. Organisationen mit Standorten in der Schweiz und Frankreich sollten Pufferzeiten einplanen und sicherstellen, dass Reisende mit digitalen Entschädigungsansprüchen bei weiteren Störungen vertraut sind.
Quelle: SBB (Swiss Federal Railways)