
Der rekordverdächtige Hitzesommer in der Schweiz geht in eine neue Phase: Meteorologen sagen eine vierte Welle mit Sahara-Luft voraus, die die Gefriergrenze in den Alpen bis Mitte der Woche auf fast 5.000 Meter ansteigen lässt. Bergführer in Zermatt und Saas-Fee berichten, dass die Kombination aus außergewöhnlich hohen Temperaturen, geringer Schneedecke im Winter und auftauendem Permafrost klassische Routen wie den Hörnligrat am Matterhorn und den Normalweg am Weissmies in einen „extrem fragilen“ Zustand versetzt hat. Der Schweizer Bergführerverband (ASGM) hat seine Mitglieder aufgefordert, kommerzielle Besteigungen bis zu einer Wetteränderung auszusetzen. „Wir müssen einfach demütig sein und eine Pause einlegen“, sagte ASGM-Präsident Pierre Mathey gegenüber AFP und verwies darauf, dass Felsstürze in den Alpen diesen Monat bereits mehrere Menschenleben gefordert haben. Diese Warnung entspricht den Entscheidungen in den Nachbarländern Frankreich und Italien, wo Bergführunternehmen in Chamonix und Courmayeur aus denselben Gründen die Besteigungen des Mont Blanc eingestellt haben.
Über den Bergsport hinaus trifft die Hitze auch die gesamte Tourismuswirtschaft. Nur noch drei Gletscherskigebiete in den Alpen sind geöffnet (Cervinia/Zermatt, Saas-Fee und Passo Stelvio), und die Betreiber prüfen täglich, ob Gletscherspalten sicher gehalten werden können. Hotelverbände im Wallis melden eine Zunahme von Stornierungen internationaler Trekkinggruppen, die hochalpine Durchquerungen wie die Haute Route geplant hatten. Auch Geschäftsreisende nehmen die Situation wahr: Schweizer Versicherer berichten von Schadensmeldungen im Zusammenhang mit verschobenen Incentive-Reisen und abgebrochenen Fotoshootings auf Gletschern. Unternehmen, die weiterhin Mitarbeiter auf Einsätze über 3.000 Meter schicken wollen, werden aufgefordert, strengere Fürsorgepflichten einzuhalten, darunter Echtzeit-Geolokalisierung und Hubschrauber-Standby. Praktisch bedeutet das für Reisende mit kurzfristigen Hütten-Schließungen, Engpässen bei Hubschrauberflügen und Schienenersatzverkehr auf Bergstrecken zu rechnen, falls Felssturzsensoren automatische Sperrungen auslösen.
Über den Bergsport hinaus trifft die Hitze auch die gesamte Tourismuswirtschaft. Nur noch drei Gletscherskigebiete in den Alpen sind geöffnet (Cervinia/Zermatt, Saas-Fee und Passo Stelvio), und die Betreiber prüfen täglich, ob Gletscherspalten sicher gehalten werden können. Hotelverbände im Wallis melden eine Zunahme von Stornierungen internationaler Trekkinggruppen, die hochalpine Durchquerungen wie die Haute Route geplant hatten. Auch Geschäftsreisende nehmen die Situation wahr: Schweizer Versicherer berichten von Schadensmeldungen im Zusammenhang mit verschobenen Incentive-Reisen und abgebrochenen Fotoshootings auf Gletschern. Unternehmen, die weiterhin Mitarbeiter auf Einsätze über 3.000 Meter schicken wollen, werden aufgefordert, strengere Fürsorgepflichten einzuhalten, darunter Echtzeit-Geolokalisierung und Hubschrauber-Standby. Praktisch bedeutet das für Reisende mit kurzfristigen Hütten-Schließungen, Engpässen bei Hubschrauberflügen und Schienenersatzverkehr auf Bergstrecken zu rechnen, falls Felssturzsensoren automatische Sperrungen auslösen.
Quelle: PlanetSKI