
Pläne für einen dreimal wöchentlichen EuroNight-Nachtzug von Basel über Deutschland nach Kopenhagen und Malmö sind gescheitert, nachdem der Schweizer Nationalrat die letzte Finanzierungslücke von 10 Millionen CHF nicht schließen wollte. Der Ständerat hatte die Zahlung bereits abgelehnt, sodass die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ohne Bundesunterstützung dastehen.
Die SBB hatte den Zug als Teil ihres klimafreundlichen Fernverkehrsausbaus beworben, der Ticketverkauf startete Anfang November für einen geplanten Start im April 2026. Die Wagen mit modernen Schlaf-, Liege- und Sitzplätzen waren bereits reserviert. Ohne öffentliche Mittel kann die SBB jedoch die höheren Trassengebühren in Deutschland und Dänemark, das Personal an Bord und die Abschreibungen auf das Rollmaterial nicht decken. Pro Abfahrt hätten etwa 350 Fahrgäste in Basel zusteigen und über Nacht nach Hamburg, Kopenhagen und Malmö reisen können – mit einer Reduktion der CO₂-Emissionen von bis zu 90 Prozent im Vergleich zum Flug.
Die parlamentarische Debatte offenbarte wachsende Differenzen darüber, wie viel Steuergeld in verlustreiche, aber umweltfreundliche Bahnverbindungen fließen soll. Gegner forderten, dass Subventionen vorrangig in den inländischen Pendlerverkehr investiert werden sollten, statt in freizeitorientierte Nachtzüge. Befürworter argumentierten, dass paneuropäische Nachtzüge eine echte Nachhaltigkeitslücke für Geschäftsreisende schließen, die produktive, durchgehende Reisen bevorzugen.
Kunden, die bereits Aktions-Tickets gekauft haben, erhalten automatisch eine Rückerstattung. Die SBB will die Strecke nur neu prüfen, falls neue Finanzierungspartner – etwa die EU-Initiative Connecting Europe Facility oder skandinavische Regionen – einspringen. Für Mobilitäts- und Umzugsteams fällt mit der Absage eine klimafreundliche Reisemöglichkeit zwischen der Schweiz und Skandinavien weg, gerade jetzt, wo Unternehmen ihre Scope-3-Emissionen verstärkt erfassen. Mitarbeitende, die im Frühjahr nach Dänemark oder Schweden umziehen oder entsandt werden, müssen nun auf Tagesverbindungen mit Bahn und Flugzeug oder längere Zugrouten über Hamburg und die Öresundbrücke ausweichen.
Generell signalisiert die Entscheidung, dass künftige grenzüberschreitende Nachtzugprojekte mit Schweizer Beteiligung politisch stärker geprüft werden dürften. Betreiber, die an neuen Korridoren wie Zürich–Barcelona oder Genf–Amsterdam interessiert sind, werden den Haushaltsprozess genau beobachten, bevor sie Rollmaterial bereitstellen.
Die SBB hatte den Zug als Teil ihres klimafreundlichen Fernverkehrsausbaus beworben, der Ticketverkauf startete Anfang November für einen geplanten Start im April 2026. Die Wagen mit modernen Schlaf-, Liege- und Sitzplätzen waren bereits reserviert. Ohne öffentliche Mittel kann die SBB jedoch die höheren Trassengebühren in Deutschland und Dänemark, das Personal an Bord und die Abschreibungen auf das Rollmaterial nicht decken. Pro Abfahrt hätten etwa 350 Fahrgäste in Basel zusteigen und über Nacht nach Hamburg, Kopenhagen und Malmö reisen können – mit einer Reduktion der CO₂-Emissionen von bis zu 90 Prozent im Vergleich zum Flug.
Die parlamentarische Debatte offenbarte wachsende Differenzen darüber, wie viel Steuergeld in verlustreiche, aber umweltfreundliche Bahnverbindungen fließen soll. Gegner forderten, dass Subventionen vorrangig in den inländischen Pendlerverkehr investiert werden sollten, statt in freizeitorientierte Nachtzüge. Befürworter argumentierten, dass paneuropäische Nachtzüge eine echte Nachhaltigkeitslücke für Geschäftsreisende schließen, die produktive, durchgehende Reisen bevorzugen.
Kunden, die bereits Aktions-Tickets gekauft haben, erhalten automatisch eine Rückerstattung. Die SBB will die Strecke nur neu prüfen, falls neue Finanzierungspartner – etwa die EU-Initiative Connecting Europe Facility oder skandinavische Regionen – einspringen. Für Mobilitäts- und Umzugsteams fällt mit der Absage eine klimafreundliche Reisemöglichkeit zwischen der Schweiz und Skandinavien weg, gerade jetzt, wo Unternehmen ihre Scope-3-Emissionen verstärkt erfassen. Mitarbeitende, die im Frühjahr nach Dänemark oder Schweden umziehen oder entsandt werden, müssen nun auf Tagesverbindungen mit Bahn und Flugzeug oder längere Zugrouten über Hamburg und die Öresundbrücke ausweichen.
Generell signalisiert die Entscheidung, dass künftige grenzüberschreitende Nachtzugprojekte mit Schweizer Beteiligung politisch stärker geprüft werden dürften. Betreiber, die an neuen Korridoren wie Zürich–Barcelona oder Genf–Amsterdam interessiert sind, werden den Haushaltsprozess genau beobachten, bevor sie Rollmaterial bereitstellen.
Quelle: SWI swissinfo.ch / Welt