
Die regionale Anbindung nach Südchina erlitt einen weiteren Rückschlag, als Singapore Airlines (SIA) und Cathay Pacific über Nacht Flugstreichungen im Zusammenhang mit dem Taifun Noul ankündigten. SIA strich drei Flüge – SQ856 (Singapur–Shenzhen, 25. Juli), SQ855 (Shenzhen–Singapur, 26. Juli) und SQ899 (Hongkong–Singapur, 26. Juli) – mit Verweis auf die Arbeitszeitbegrenzungen der Crew und Unsicherheiten bei Slots an wetterbedingt betroffenen Flughäfen. Cathay Pacific hingegen sagte vorsorglich dutzende Abflüge zwischen 1:15 Uhr und 18:00 Uhr am 26. Juli ab oder verzögerte sie. Die Fluggesellschaft aktivierte ihre „Severe Weather Rebooking Policy“, die eine kostenlose Umbuchung oder volle Rückerstattung für Tickets ermöglicht, die bis zum 23. Juli ausgestellt wurden und für Reisen bis zum 28. Juli gelten. Reisebüros (TMCs) berichteten, dass die Streichungen vor allem beliebte Sonntagsabend-Verbindungen trafen, die von Führungskräften genutzt werden, die zwischen den südostasiatischen Hauptquartieren und Fabriken im Elektronikgürtel Shenzhen–Dongguan pendeln. Mehrere multinationale Unternehmen verlegten dringende Personaltransfers auf Singapore Airlines Partner Scoot oder auf Flüge von China Southern über Guangzhou, doch anhaltende Wetterwarnungen drohen weitere Störungen. Für Mobilitätsmanager unterstreicht der Vorfall die Bedeutung, nicht nur chinesische Fluggesellschaftsmitteilungen, sondern auch Betriebsinformationen ausländischer Airlines zu verfolgen, die oft außerhalb der in Festlandchina verbreiteten sozialen Medien wie Weibo und WeChat veröffentlicht werden. Unternehmen wurden zudem darauf hingewiesen, Reisende daran zu erinnern, dass chinesische Einwanderungsbestimmungen bei Stornierung der ursprünglichen Reiseroute einen gültigen Boardingpass für die Ausreise am selben Tag verlangen; ein Überschreiten der visafreien Transitzeit kann mit Bußgeldern geahndet werden, sofern keine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung bei der Nationalen Einwanderungsbehörde beantragt wurde.
Quelle: AsiaOne