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Spanien eröffnet außergewöhnliches Legalisierungsfenster für undokumentierte Migranten bis zum 30. Juni 2026

Juli 29, 2026
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Spanien eröffnet außergewöhnliches Legalisierungsfenster für undokumentierte Migranten bis zum 30. Juni 2026
In einem von zivilgesellschaftlichen Gruppen als bedeutendste Einwanderungsreform seit einem Jahrzehnt gefeierten Schritt hat Spanien ein außergewöhnliches Regularisierungsprogramm gestartet, das Tausenden undokumentierten Ausländern den Erhalt von einjährigen Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen ermöglicht. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (JRS) Europa bestätigte am 28. Juli die Maßnahme und wies darauf hin, dass das Königliche Dekret 316/2026 am 16. April in Kraft getreten ist und Anträge bis zum 30. Juni 2026 eingereicht werden können. Anspruchsberechtigte Antragsteller müssen einen ununterbrochenen Aufenthalt in Spanien vor dem 1. Januar 2026 nachweisen und gegebenenfalls von anerkannten NGOs erstellte Vulnerabilitätsberichte vorlegen. Erfolgreiche Bewerber erhalten eine einjährige, verlängerbare Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, die vollen Zugang zum Arbeitsmarkt sowie zum öffentlichen Gesundheitssystem gewährt. Für Arbeitgeber schafft das Dekret einen legalen Weg, um bereits in Spanien befindliche, zuvor nicht arbeitserlaubte Arbeitskräfte einzustellen. Besonders profitieren sollen Branchen mit chronischem Fachkräftemangel – Gastronomie, Landwirtschaft, Baugewerbe und häusliche Pflege. Personalabteilungen sollten jedoch die Echtheit der neuen Genehmigungen prüfen und die Sozialversicherungsanmeldungen zeitnah aktualisieren, um Sanktionen zu vermeiden. Kommunale Behörden und die 14 Organisationen des SJM-Netzwerks (Servicio Jesuita a Migrantes) bieten in Madrid, Barcelona, Valencia und Sevilla Informationsveranstaltungen an, um Antragstellende bei der Bürokratie zu unterstützen und Betrug vorzubeugen. Die Nachfrage ist bereits hoch: Das Ministerium für Inklusion meldete über 42.000 online gebuchte Voranmeldungen in der ersten Woche nach Start. Die Regierung betont, dass diese Initiative eine Ausnahme darstellt und in naher Zukunft nicht wiederholt wird. Unternehmen, die regulierte Arbeitskräfte einstellen möchten, sollten daher schnell handeln; die unter dem Programm ausgestellten Genehmigungen können nach einem Jahr verlängert werden, sofern der Beschäftigte mindestens sechs Monate Sozialversicherungsbeiträge nachweisen kann – was einen zuvor prekären Arbeitsmarkt in einen rechtlich stabilen verwandelt.
Quelle: JRS Europe

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