
Die finnischen Verteidigungskräfte haben ab Montag, dem 3. August, eine Reihe temporärer Sperr- (EFR) und Gefahrenzonen (EFD) in Mittel- und Nordfinnland aktiviert, um Schießübungen und Drohnenmanöver zu unterstützen. Die NOTAMs A3956/26 und A4218/26 legen die Zonen EFR660 Nuasjärvi (Boden bis 1.100 ft AMSL) und EFR661 Lohtaja (Boden bis FL260) mit unterschiedlichen täglichen Zeitplänen bis zum 13. bzw. 7. August fest. Zusätzlich wurden Drohnen- und Leuchtkugelzonen rund um Joensuu, Pahkajärvi und Hätilä eingerichtet. Die Luftraumsperrungen betreffen wichtige Inlandsflugrouten zwischen Helsinki und Oulu, Rovaniemi sowie Ivalo, ebenso wie schwedische Überflüge auf Korridoren ohne russischen Luftraum. Der Network Manager von Eurocontrol hat Verkehrssteuerungsmaßnahmen erlassen, die in den Abendspitzen auf Nordkurs durchschnittliche Verzögerungen von bis zu 10 Minuten verursachen. Finavia koordiniert mit der finnischen Grenzpolizei, um die Schengen-Außengrenzkontrollen am Flughafen Helsinki so anzupassen, dass mögliche verspätete Ankünfte berücksichtigt werden. Frachtfluggesellschaften, die Nachtflüge von Leipzig und Lüttich zu nördlichen Flughäfen durchführen, prüfen Umleitungen, die zwar längere Strecken bedeuten, aber gesperrten Luftraum umgehen – was den Treibstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß erhöhen könnte. Reiseplaner sollten beachten, dass sich die Sperrgebiete an manchen Tagen nach Süden verlagern und kurzzeitig den Küstenkorridor bei Lohtaja betreffen, der für Offshore-Personalwechsel genutzt wird. Verkehrsmanagementzentralen wird empfohlen, die NOTAMs täglich zu verfolgen und Reisende laufend zu informieren, da die Aktivierungszeiten stündlich variieren.
Quelle: Finland AIS NOTAM Bulletin