
Ein plötzlicher Sturm mit Windböen von bis zu 61 km/h traf am Nachmittag des 17. September den Flughafen Es Codolar auf Ibiza. Dies zwang die Flugverkehrskontrolle, vier ankommende Flüge – zwei aus Barcelona, einen aus London und einen aus Amsterdam – umzuleiten und zwei abgehende Flüge zu streichen. Zahlreiche weitere Flüge erlitten Verspätungen, da der Flughafen mit nur einer Start- und Landebahn unter Seitenwindbeschränkungen operierte. Meteorologische Daten von Aemet zeigen, dass die Windgeschwindigkeiten innerhalb einer Stunde auf das Dreifache anstiegen, während die Temperaturen um fast acht Grad sanken, was mehrere Fluggesellschaften mitten im Anflug überraschte. Obwohl der Flughafen nie vollständig geschlossen wurde, führte die reduzierte Kapazität der Startbahn zu Staus an den Gates und zu Kettenreaktionen im interinsularen Verkehrsnetz der Balearen. Die Störung ereignet sich zu einer Zeit, in der Ibiza noch immer mit hohem Nachsaisonverkehr zu kämpfen hat; im August landeten nur 65,8 % der Flüge pünktlich. Die Gewerkschaften der Bodenabfertigung berufen sich bereits auf die Wettervolatilität, um vor dem Winterflugplan zusätzliches Personal zu fordern. Reisende mit knappen Anschlusszeiten in Madrid oder Barcelona sollten großzügige Zeitpuffer einplanen, und Firmenreisemanagements könnten eine Vorabgenehmigung für Übernachtungen erteilen, falls Anschlussflüge verpasst werden. Der Vorfall verdeutlicht die operative Anfälligkeit der spanischen Insel-Flughäfen und die Bedeutung flexibler Umleitungsstrategien für entsandte Mitarbeiter und Besuchsmanager.
Quelle: La Voz de Ibiza
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