
Das Einwanderungsamt von Hongkong (ImmD) hat im Rahmen einer Reihe von landesweiten Razzien vom 9. bis 15. Oktober 15 Personen festgenommen – darunter 12 mutmaßliche illegale Arbeiter, einen Arbeitgeber, einen Mittäter und einen Überzieher. Die mehrstufigen Operationen mit den Codenamen „Twilight“, „Rainbow“, „Champion“ und „Flabbergast“ richteten sich gegen Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte und Industrieanlagen in der ganzen Stadt. Die Festgenommenen sind zwischen 20 und 54 Jahre alt. Einer der männlichen Verdächtigen hatte bereits eine Verpflichtungserklärung erhalten, die ihm jede Beschäftigung untersagt, während die festgenommene Arbeitgeberin eine 47-jährige Frau ist. Ermittler schließen weitere Festnahmen nicht aus, da sie derzeit Rekrutierungsunterlagen und Zahlungswege prüfen. Das ImmD erinnerte Arbeitgeber daran, dass die Strafen für die Beschäftigung nicht autorisierter Arbeitskräfte seit 2025 verschärft wurden: Unternehmen drohen nun Geldstrafen von bis zu 500.000 HK$ und Haftstrafen von bis zu 10 Jahren, zudem können Geschäftsführer persönlich haftbar gemacht werden. Gerichte verhängen zudem sofortige Freiheitsstrafen gegen Arbeitgeber, die gegen das Gesetz verstoßen. Die Behörde betonte zudem ihr Screening-Protokoll zur Bekämpfung von Menschenhandel und stellte klar, dass festgenommene Personen mit Anzeichen von Menschenhandel oder Zwangsarbeit medizinisch versorgt, untergebracht und beraten werden. Die Öffentlichkeit kann mutmaßliche illegale Beschäftigung rund um die Uhr über eine Hotline, E-Mail oder ein Online-Formular melden. Für Unternehmen, die auf Gelegenheitsarbeiter angewiesen sind – etwa Restaurants, die sich auf das bevorstehende Feiertagswochenende vorbereiten – ist diese Durchsetzungsmaßnahme ein wichtiger Hinweis, die Arbeitsberechtigungsnachweise sorgfältig zu überprüfen und ordnungsgemäße Lohnunterlagen zu führen.