
Am 8. November hat die Europäische Kommission offiziell die Ausstellung von Mehrfacheinreise-Schengenvisa für russische Staatsbürger ausgesetzt. Als Begründung werden zunehmende Sicherheitsrisiken durch Sabotageakte, Drohnenangriffe und Desinformationskampagnen mit Bezug zu Moskau genannt. Künftig müssen Russen für jede Reise einen neuen Antrag stellen, inklusive vollständiger biometrischer Erfassung und Sicherheitsüberprüfung. Obwohl die Regel EU-weit gilt, rechnen die drei österreichischen Visa-Stellen in Moskau, Sankt Petersburg und Jekaterinburg mit dem stärksten Anstieg des Arbeitsaufwands: Vor dem Ukraine-Krieg bearbeiteten sie jährlich rund 68.000 russische Anträge, davon ein Viertel Mehrfacheinreisen.
Die österreichische Exportlobby Advantage Austria warnt, dass die Änderung Nachbetreuungsbesuche russischer Kunden in den Bereichen Maschinenbau, Holz und Pharma, die weiterhin unter erlaubten Handelskategorien fallen, erschweren könnte. Jeder neue Antrag erfordert die erneute Vorlage von Einladungen, Reiseversicherungen und Finanznachweisen, was die Bearbeitungszeit um mindestens zehn Arbeitstage verlängert. Der Bundeskriminaldienst in Wien unterstützt die Maßnahme jedoch und argumentiert, dass die wiederholte Überprüfung Sicherheitslücken schließt, die von Infiltratoren ausgenutzt wurden, die zuvor Visa mit drei- oder fünfjähriger Gültigkeit erhielten.
Firmenmobilitätsteams sollten mit höheren Ablehnungsquoten rechnen und russische Partner auf längere Bearbeitungszeiten hinweisen. Die Kommission hat eine enge Ausnahme für Dissidenten, unabhängige Journalisten und Menschenrechtsverteidiger eingeräumt, doch die österreichischen Konsulate führen weiterhin strenge Sicherheitsprüfungen im Einzelfall durch.
Die Auswirkungen auf den Tourismus bleiben begrenzt – Direktflüge zwischen Österreich und Russland sind weiterhin ausgesetzt – doch der Flughafen Wien verzeichnet, dass Russen, die über Istanbul oder Belgrad anreisen, bereits weniger als 10 % des Vorkriegsvolumens ausmachen. Größere Folgen könnten für österreichische Kongressveranstalter entstehen, die nun für jeden Teilnehmer individuelle Einladungsschreiben ausstellen müssen, anstatt auf bestehende Mehrfacheinreisevisa zurückzugreifen.
Während österreichische Hoteliers jede Maßnahme begrüßen, die die Sicherheit für die Öffentlichkeit erhöht, befürchten sie, dass zusätzlicher bürokratischer Aufwand russische MICE-Geschäfte in visafreundlichere Destinationen wie Dubai oder Belgrad abwandern lässt. Das Innenministerium kündigt an, die Regelung sechs Monate nach Inkrafttreten zu überprüfen.
Die österreichische Exportlobby Advantage Austria warnt, dass die Änderung Nachbetreuungsbesuche russischer Kunden in den Bereichen Maschinenbau, Holz und Pharma, die weiterhin unter erlaubten Handelskategorien fallen, erschweren könnte. Jeder neue Antrag erfordert die erneute Vorlage von Einladungen, Reiseversicherungen und Finanznachweisen, was die Bearbeitungszeit um mindestens zehn Arbeitstage verlängert. Der Bundeskriminaldienst in Wien unterstützt die Maßnahme jedoch und argumentiert, dass die wiederholte Überprüfung Sicherheitslücken schließt, die von Infiltratoren ausgenutzt wurden, die zuvor Visa mit drei- oder fünfjähriger Gültigkeit erhielten.
Firmenmobilitätsteams sollten mit höheren Ablehnungsquoten rechnen und russische Partner auf längere Bearbeitungszeiten hinweisen. Die Kommission hat eine enge Ausnahme für Dissidenten, unabhängige Journalisten und Menschenrechtsverteidiger eingeräumt, doch die österreichischen Konsulate führen weiterhin strenge Sicherheitsprüfungen im Einzelfall durch.
Die Auswirkungen auf den Tourismus bleiben begrenzt – Direktflüge zwischen Österreich und Russland sind weiterhin ausgesetzt – doch der Flughafen Wien verzeichnet, dass Russen, die über Istanbul oder Belgrad anreisen, bereits weniger als 10 % des Vorkriegsvolumens ausmachen. Größere Folgen könnten für österreichische Kongressveranstalter entstehen, die nun für jeden Teilnehmer individuelle Einladungsschreiben ausstellen müssen, anstatt auf bestehende Mehrfacheinreisevisa zurückzugreifen.
Während österreichische Hoteliers jede Maßnahme begrüßen, die die Sicherheit für die Öffentlichkeit erhöht, befürchten sie, dass zusätzlicher bürokratischer Aufwand russische MICE-Geschäfte in visafreundlichere Destinationen wie Dubai oder Belgrad abwandern lässt. Das Innenministerium kündigt an, die Regelung sechs Monate nach Inkrafttreten zu überprüfen.
Quelle: Belga News Agency
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