
Der Wirtschafts- und Sozialrat Spaniens (CES) hat seine bisher schärfste Kritik an der Verwaltung von Einwanderungs- und Asylverfahren in Spanien vorgelegt. In seinem Bericht „Realität der Migration 2025“ bezeichnet das dreigliedrige Beratungsgremium aus Gewerkschaften, Arbeitgebern und zivilgesellschaftlichen Organisationen die Online-Terminvergabe für wichtige Verfahren – wie die Verlängerung von Aufenthaltstiteln, die Ausstellung von TIE/NIE-Ausweisen oder die Einreichung von Asylanträgen – als „digitale Lotterie“, die Ausländer in eine „bürokratische Sackgasse“ führt.
Da Termine unvorhersehbar und in Sekundenbruchteilen vergeben werden, nutzen opportunistische Mittelsmänner inzwischen Bots, um Termine zu horten und für 60 bis 250 Euro weiterzuverkaufen. Die Polizei in Cáceres und Valencia hat kürzlich über 100 Personen festgenommen, die solche Termin-Scalping-Netzwerke betrieben haben. Der CES warnt jedoch, dass sich diese Praxis landesweit ausbreitet und sogar offen in sozialen Medien und Expat-Foren beworben wird. Antragsteller, die sich weigern zu zahlen, müssen oft monatelang warten, was das Risiko birgt, dass ihre Aufenthaltserlaubnisse ablaufen und sie ihren legalen Arbeitsstatus verlieren.
Der Bericht kritisiert zudem die „technologischen Grenzen“ Spaniens. Obligatorische elektronische Zertifikate, digitale Unterschriften und ausschließlich spanischsprachige Portale schließen Neuankömmlinge ohne entsprechende Ausstattung oder Sprachkenntnisse effektiv aus. Besonders betroffen sind vulnerable Gruppen wie Asylsuchende, Haushaltshilfen und britische Rentner, die nach dem Brexit ihre grünen Aufenthaltsbescheinigungen gegen das TIE tauschen wollen.
Für Arbeitgeber ist die Verzögerung mehr als nur ein administratives Ärgernis: Neue Mitarbeiter können erst anfangen, wenn ihre Fingerabdrücke genommen und ihre Genehmigungen ausgestellt sind. Global Mobility Manager berichten von verspäteten Arbeitsbeginn, verlorenen Gehaltswochen und Notfallreisen, wenn Mitarbeiter den Schengen-Raum verlassen müssen, weil eine Visumsverlängerung nicht rechtzeitig beantragt werden konnte. Anwaltskanzleien raten Unternehmen, drei- bis viermonatige Puffer in ihre Umzugspläne einzubauen und Reisebudgets für weniger ausgelastete Provinzen einzuplanen, in denen gelegentlich Termine verfügbar sind.
Der CES fordert die Innen- und Integrationsministerien auf, persönliche Anlaufstellen einzurichten, mehrsprachige telefonische Unterstützung anzubieten und Terminblöcke zu vorhersehbaren Zeiten freizugeben, um den Scalpern das Handwerk zu legen. Bis dahin könnten Unternehmen und Migranten feststellen, dass die schwierigste Grenze in Spanien nicht mehr physisch, sondern digital ist.
Da Termine unvorhersehbar und in Sekundenbruchteilen vergeben werden, nutzen opportunistische Mittelsmänner inzwischen Bots, um Termine zu horten und für 60 bis 250 Euro weiterzuverkaufen. Die Polizei in Cáceres und Valencia hat kürzlich über 100 Personen festgenommen, die solche Termin-Scalping-Netzwerke betrieben haben. Der CES warnt jedoch, dass sich diese Praxis landesweit ausbreitet und sogar offen in sozialen Medien und Expat-Foren beworben wird. Antragsteller, die sich weigern zu zahlen, müssen oft monatelang warten, was das Risiko birgt, dass ihre Aufenthaltserlaubnisse ablaufen und sie ihren legalen Arbeitsstatus verlieren.
Der Bericht kritisiert zudem die „technologischen Grenzen“ Spaniens. Obligatorische elektronische Zertifikate, digitale Unterschriften und ausschließlich spanischsprachige Portale schließen Neuankömmlinge ohne entsprechende Ausstattung oder Sprachkenntnisse effektiv aus. Besonders betroffen sind vulnerable Gruppen wie Asylsuchende, Haushaltshilfen und britische Rentner, die nach dem Brexit ihre grünen Aufenthaltsbescheinigungen gegen das TIE tauschen wollen.
Für Arbeitgeber ist die Verzögerung mehr als nur ein administratives Ärgernis: Neue Mitarbeiter können erst anfangen, wenn ihre Fingerabdrücke genommen und ihre Genehmigungen ausgestellt sind. Global Mobility Manager berichten von verspäteten Arbeitsbeginn, verlorenen Gehaltswochen und Notfallreisen, wenn Mitarbeiter den Schengen-Raum verlassen müssen, weil eine Visumsverlängerung nicht rechtzeitig beantragt werden konnte. Anwaltskanzleien raten Unternehmen, drei- bis viermonatige Puffer in ihre Umzugspläne einzubauen und Reisebudgets für weniger ausgelastete Provinzen einzuplanen, in denen gelegentlich Termine verfügbar sind.
Der CES fordert die Innen- und Integrationsministerien auf, persönliche Anlaufstellen einzurichten, mehrsprachige telefonische Unterstützung anzubieten und Terminblöcke zu vorhersehbaren Zeiten freizugeben, um den Scalpern das Handwerk zu legen. Bis dahin könnten Unternehmen und Migranten feststellen, dass die schwierigste Grenze in Spanien nicht mehr physisch, sondern digital ist.
Quelle: Euro Weekly News
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Spanien.Mehr von Spanien
Alle anzeigen
Aena-Flughäfen übersteigen im Oktober 35 Millionen Passagiere und signalisieren starke Erholung des Geschäftsreiseverkehrs
Neue Prognose: Spanien muss in den nächsten zehn Jahren 2,4 Millionen ausländische Arbeitskräfte aufnehmen, um die Renten zu sichern