
Innenministerin Shabana Mahmood wird am Montag die umfassendste Reform des britischen Asyl- und Abschiebesystems seit einer Generation vorstellen. Briefings gegenüber The Guardian am 14. November zeigen, dass die Labour-Ministerin zentrale Elemente des harten dänischen Modells übernehmen will, um illegale Kanalüberquerungen zu verhindern und Abschiebungen zu beschleunigen.
Das geplante Maßnahmenpaket sieht vor:
• Änderungen im Menschenrechtsgesetz, die es ermöglichen, Sicherheitsinteressen über das Recht auf Privat- und Familienleben von Migranten zu stellen;
• Abschiebungen auch dann zu erlauben, wenn Rückkehrer von erniedrigender Behandlung berichten, sofern diplomatische Zusicherungen vorliegen;
• die Familienzusammenführung zu verschärfen, indem nur Ehepartner und minderjährige Kinder anerkannter Flüchtlinge nachkommen dürfen;
• zeitlich befristeten Schutz einzuführen, sodass Flüchtlinge nach drei Jahren erneut das Verfolgungsrisiko nachweisen müssen;
• sowie die elektronische Überwachung und gemeinnützige Arbeit für abgelehnte Asylbewerber auszuweiten, die nicht sofort abgeschoben werden können.
Beamte besuchten im vergangenen Monat Kopenhagen, um zu untersuchen, wie Dänemark zwischen 2015 und 2022 die Asylanträge um 73 % senken konnte – durch Leistungskürzungen, Einführung eines temporären Status und Verlagerung der Bearbeitung ins Ausland. Mahmood ist überzeugt, dass eine ähnliche „Abschreckung plus schnelle Abschiebung“-Strategie die bisher 39.000 registrierten Bootsankünfte in diesem Jahr – bereits 19 % mehr als 2024 – eindämmen kann.
Wirtschaftsverbände beobachten die Entwicklungen genau, da frühere Leaks nahelegten, dass die Reformen auch die Mindestaufenthaltsdauer für eine unbefristete Niederlassungserlaubnis (ILR) von fünf auf zehn Jahre verlängern könnten. Arbeitgeber, die auf gesponserte Arbeitskräfte angewiesen sind, befürchten dadurch höhere Kosten und Unsicherheiten, was die Attraktivität des UK für internationale Talente beeinträchtigen könnte.
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und der Refugee Council kritisieren die Vorschläge als Verstoß gegen die Flüchtlingskonvention und warnen vor vermehrten Rechtsstreitigkeiten. Labour-Abgeordnete aus der Hinterbank sprechen von „dänischer Sparpolitik auf Steroiden“. Interne Daten des Innenministeriums, die The Guardian vorliegen, zeigen jedoch, dass die Abschiebungen seit der Wahl bereits um 23 % gestiegen sind. Minister betonen, dass strengere Gesetze notwendig seien, um diesen Trend fortzusetzen.
Sollte die Regierung die Reformen durchsetzen, müssen Unternehmen, die Mitarbeiter verlegen, mit kürzeren Fristen für Berufungen, strengeren Dokumentenkontrollen und einer höheren Wahrscheinlichkeit schneller Abschiebungen abgelehnter Antragsteller rechnen. Mobility-Teams sollten ihre Richtlinien für humanitäre Aufenthalte und Familienzusammenführung für Entsandte und Angehörige überprüfen sowie Risikobewertungen für Kurzzeitbesucher mit Überziehung aktualisieren. Das vollständige Gesetzespaket wird voraussichtlich vor der Weihnachtspause im Parlament veröffentlicht, die Umsetzung ist für Sommer 2026 geplant.
Das geplante Maßnahmenpaket sieht vor:
• Änderungen im Menschenrechtsgesetz, die es ermöglichen, Sicherheitsinteressen über das Recht auf Privat- und Familienleben von Migranten zu stellen;
• Abschiebungen auch dann zu erlauben, wenn Rückkehrer von erniedrigender Behandlung berichten, sofern diplomatische Zusicherungen vorliegen;
• die Familienzusammenführung zu verschärfen, indem nur Ehepartner und minderjährige Kinder anerkannter Flüchtlinge nachkommen dürfen;
• zeitlich befristeten Schutz einzuführen, sodass Flüchtlinge nach drei Jahren erneut das Verfolgungsrisiko nachweisen müssen;
• sowie die elektronische Überwachung und gemeinnützige Arbeit für abgelehnte Asylbewerber auszuweiten, die nicht sofort abgeschoben werden können.
Beamte besuchten im vergangenen Monat Kopenhagen, um zu untersuchen, wie Dänemark zwischen 2015 und 2022 die Asylanträge um 73 % senken konnte – durch Leistungskürzungen, Einführung eines temporären Status und Verlagerung der Bearbeitung ins Ausland. Mahmood ist überzeugt, dass eine ähnliche „Abschreckung plus schnelle Abschiebung“-Strategie die bisher 39.000 registrierten Bootsankünfte in diesem Jahr – bereits 19 % mehr als 2024 – eindämmen kann.
Wirtschaftsverbände beobachten die Entwicklungen genau, da frühere Leaks nahelegten, dass die Reformen auch die Mindestaufenthaltsdauer für eine unbefristete Niederlassungserlaubnis (ILR) von fünf auf zehn Jahre verlängern könnten. Arbeitgeber, die auf gesponserte Arbeitskräfte angewiesen sind, befürchten dadurch höhere Kosten und Unsicherheiten, was die Attraktivität des UK für internationale Talente beeinträchtigen könnte.
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und der Refugee Council kritisieren die Vorschläge als Verstoß gegen die Flüchtlingskonvention und warnen vor vermehrten Rechtsstreitigkeiten. Labour-Abgeordnete aus der Hinterbank sprechen von „dänischer Sparpolitik auf Steroiden“. Interne Daten des Innenministeriums, die The Guardian vorliegen, zeigen jedoch, dass die Abschiebungen seit der Wahl bereits um 23 % gestiegen sind. Minister betonen, dass strengere Gesetze notwendig seien, um diesen Trend fortzusetzen.
Sollte die Regierung die Reformen durchsetzen, müssen Unternehmen, die Mitarbeiter verlegen, mit kürzeren Fristen für Berufungen, strengeren Dokumentenkontrollen und einer höheren Wahrscheinlichkeit schneller Abschiebungen abgelehnter Antragsteller rechnen. Mobility-Teams sollten ihre Richtlinien für humanitäre Aufenthalte und Familienzusammenführung für Entsandte und Angehörige überprüfen sowie Risikobewertungen für Kurzzeitbesucher mit Überziehung aktualisieren. Das vollständige Gesetzespaket wird voraussichtlich vor der Weihnachtspause im Parlament veröffentlicht, die Umsetzung ist für Sommer 2026 geplant.
Quelle: The Guardian
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