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Die Schweiz stellt 315 Millionen CHF für den verstärkten Schengen-Grenzfonds bereit

Nov. 27, 2025
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Die Schweiz stellt 315 Millionen CHF für den verstärkten Schengen-Grenzfonds bereit
Die Schweiz wird ihren Beitrag zum EU-Innen-Sicherheitsfonds (ISF) im Verlauf des Programms auf rund 315 Millionen CHF (390 Millionen US-Dollar) erhöhen, nachdem der Bundesrat am 26. November 2025 eine zusätzliche Zahlung von fast 400 Millionen CHF genehmigt hat. Wie zuerst von Bloomberg berichtet, macht dies Bern zum drittgrößten Nicht-EU-Geber des gemeinsamen Grenzmanagementfonds nach Norwegen und Island.

Der ISF finanziert Einsätze von Frontex, Echtzeit-Datenaustauschplattformen und Notfallreaktionskapazitäten an den Außengrenzen des Schengen-Raums. Da die Schweiz ein assoziierter Schengen-Staat ist, ist ihre finanzielle Beteiligung verpflichtend, doch die Höhe des Beitrags muss noch vom Parlament ratifiziert werden. Die Abgeordneten werden voraussichtlich in der Dezembersession über die Aufstockung debattieren; eine Ablehnung würde komplexe Neuverhandlungen mit Brüssel auslösen und könnte den weiteren Zugang der Schweizer Bürger zum visafreien Schengen-Reisen gefährden.

Die Schweiz stellt 315 Millionen CHF für den verstärkten Schengen-Grenzfonds bereit


Für Mobility-Manager in Unternehmen ist die Entwicklung überwiegend positiv. Ein besser finanziertes Frontex sollte kürzere Wartezeiten und planbarere Abläufe an stark frequentierten Flughäfen wie Zürich bedeuten, wo biometrische Kontrollen im Rahmen des Entry/Exit-Systems (EES) bereits mehrere Minuten pro Nicht-EU-Ankunft hinzufügen. Firmen, die Personal über Schweizer Drehkreuze rotieren lassen, drängen daher das Parlament, die Mittel rasch zu genehmigen, um politische Unsicherheiten wenige Monate vor der verpflichtenden Einführung des EES im April 2026 zu vermeiden.

Migrationsrechtler weisen jedoch darauf hin, dass der höhere Schweizer Beitrag innenpolitische Kritik anfachen könnte, wonach die Schweiz „zu viel zahlt und zu wenig Einfluss“ auf die EU-Regelsetzung hat – ein Argument, das die Verhandlungen zum Rahmenabkommen 2021 scheitern ließ. Ein Wiederaufleben euroskeptischer Rhetorik könnte bei den Bundeswahlen 2027 erneut aufkommen und die langfristige Angleichung der Schweizer und EU-Mobilitätspolitik erschweren.

Praktisch sollten Unternehmen ihre reisenden Mitarbeitenden darauf vorbereiten, dass die zusätzlichen Mittel die täglichen Abläufe nicht sofort verändern; Pass- und biometrische Kontrollen bleiben bestehen. Dennoch unterstreicht die Finanzspritze das Engagement der Schweiz für das Schengen-Projekt und sollte globale Arbeitgeber beruhigen, dass grenzüberschreitende Geschäftsreisen über Schweizer Drehkreuze 2026 und darüber hinaus stabil bleiben.
Quelle: Bloomberg

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