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Kanada setzt Pilotprojekt für wirtschaftliche Mobilität wegen Rückstaus aus

Dez. 31, 2025
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Kanada setzt Pilotprojekt für wirtschaftliche Mobilität wegen Rückstaus aus
Immigration, Flüchtlinge und Staatsbürgerschaft Kanada (IRCC) hat das Economic Mobility Pathways Pilot (EMPP) vorerst gestoppt und nimmt seit dem 30. Dezember 2025, 19:38 EST, keine neuen Anträge mehr an. Das fünf Jahre alte Pilotprogramm wurde entwickelt, um qualifizierten Flüchtlingen – Ingenieuren, Pflegekräften, Handwerkern und anderen Fachkräften – den Zugang zu Kanadas wirtschaftlichen Einwanderungswegen zu erleichtern und ihnen eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu ermöglichen.

IRCC informierte teilnehmende Arbeitgeber und NGOs in einem Schreiben vor den Feiertagen, dass die Anzahl der Anträge die im Einwanderungsplan 2026-2028 vorgesehenen 8.000 Plätze bereits überschritten hat. Seit dem Start des Programms 2018 sind erst 970 Hauptantragsteller und deren Familienmitglieder eingereist, doch über 4.000 Anträge befinden sich noch in Bearbeitung, was die Wartezeiten teilweise auf über 17 Monate verlängert.

Kanada setzt Pilotprojekt für wirtschaftliche Mobilität wegen Rückstaus aus


Für kanadische Arbeitgeber kommt die Pause überraschend. TalentLift und andere Vermittlungsorganisationen hatten Dutzende Flüchtlingskandidaten in der Endphase des Einstellungsprozesses, darunter einen venezolanischen Karosserietechniker für British Columbia und einen sudanesischen KI-Forscher, der von der Carleton University rekrutiert wurde. Ohne ein klares Datum für die Wiederaufnahme müssen Unternehmen entscheiden, ob sie die Stellen offenhalten oder die Rekrutierung über die regulären Kanäle für ausländische Arbeitskräfte neu starten.

Flüchtlingshelfer befürchten, dass diese Entscheidung Kanadas Versprechen untergräbt, ergänzende Wege für geflüchtete Talente auszubauen. IRCC betont, dass die Pause dazu dienen soll, ein „nachhaltiges, dauerhaftes Programm“ zu entwickeln, nennt jedoch keinen konkreten Zeitplan, außer dem Ziel, den bestehenden Rückstau abzubauen. Praktisch bedeutet das, dass mit neuen EMPP-Aufnahmen frühestens in der zweiten Hälfte 2026 zu rechnen ist, wenn überarbeitete Kriterien und schnellere digitale Abläufe erwartet werden.

Unternehmen, die bereits vollständige Anträge eingereicht haben, sollten weiterhin ihre Integrations- und Einarbeitungspläne vorbereiten; diese Anträge werden nach den aktuellen Regeln bearbeitet. Für Flüchtlinge ohne laufende Anträge empfehlen Berater, die Programme der Provinznominierung oder den bundesweiten Express Entry Pool zu prüfen und die IRCC-Updates zur Programmdurchführung im Jahr 2026 aufmerksam zu verfolgen.
Quelle: Heraldo USA

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