1. Globale Mobilitätsnachrichten
  2. /
  3. Italien
  4. /
  5. Italien verlängert Frist für Staatsbürgerschaftsanträge und streicht 250-Euro-Gebühr für im Ausland geborene Kinder

Italien verlängert Frist für Staatsbürgerschaftsanträge und streicht 250-Euro-Gebühr für im Ausland geborene Kinder

Jan. 3, 2026
·
Italien verlängert Frist für Staatsbürgerschaftsanträge und streicht 250-Euro-Gebühr für im Ausland geborene Kinder
Italiens Haushaltsgesetz 2026 ändert stillschweigend eine wichtige Verfahrensregel für im Ausland geborene Kinder mit mindestens einem italienischen Elternteil. Ab dem 1. Januar 2026 haben Eltern nun drei volle Jahre – statt bisher 12 Monate – Zeit, die sogenannte „dichiarazione di volontà“ einzureichen, mit der das Kind die italienische Staatsbürgerschaft kraft Gesetzes erhält (Art. 4 §1-bis b, Gesetz 91/1992). Gleichzeitig wird die bisherige Konsulatsgebühr von 250 € für jede Antragstellung abgeschafft.

Hintergrund: Das italienische Staatsbürgerschaftsrecht unterscheidet zwischen der automatisch durch Abstammung (jure sanguinis) erworbenen Staatsbürgerschaft und der aktiv zu beantragenden Staatsbürgerschaft bei im Ausland geborenen Minderjährigen. Bisher verpassten viele Familien die einjährige Frist, was oft teure Gerichtsverfahren nach sich zog. Die Verlängerung auf 36 Monate bringt Italien in Einklang mit flexibleren Regelungen in Frankreich und Spanien und beseitigt eine bürokratische Falle, die schätzungsweise 4.000 Fälle pro Jahr betraf.

Italien verlängert Frist für Staatsbürgerschaftsanträge und streicht 250-Euro-Gebühr für im Ausland geborene Kinder


Praktische Folgen: Konsulate müssen mit einem Anstieg von spontanen Anträgen rechnen, da Eltern, deren Kinder 2025 geboren wurden, nun kostenlos und fristgerecht Anträge stellen können. Internationale Arbeitgeber sollten ihre mobil einsetzbaren Mitarbeiter informieren, da die Änderung die langfristige Planung von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen für mitreisende Kinder erleichtert. Personalabteilungen sollten ihre Umzugs-Checklisten aktualisieren, die 250-Euro-Gebühr streichen und Termine rechtzeitig vor Ablauf der dreijährigen Frist vereinbaren, da der Gebührenverzicht nicht rückwirkend gilt.

Rechtliche Feinheiten: Das Haushaltsgesetz schließt ausdrücklich Rückerstattungen für vor dem 1. Januar 2026 eingereichte und bezahlte Anträge aus, sodass Familien, die im Dezember eilig eingereicht haben, die Gebühr nicht zurückfordern können. Zudem gilt der Gebührenverzicht nicht für andere Staatsbürgerschaftswege – etwa Art. 1 §1-ter Erklärungen für Nachkommen von Vorfahren, die die Staatsbürgerschaft verloren haben – diese bleiben gebührenpflichtig.

Ausblick: Konsularabteilungen müssen ihre Webseiten und Formulare aktualisieren; das Konsulat in Manchester hat bereits eine baldige Überarbeitung seiner „Staatsbürgerschaft“-Seiten angekündigt. Unternehmen sollten weitere Durchführungsverordnungen beobachten, die digitale Antragsverfahren standardisieren oder Terminvergaben zur Nachfragesteuerung einführen könnten.
Quelle: Consolato d’Italia Manchester

Wie VisaHQ helfen kann

VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Italien.

Visa- und Einwanderungsteam @ VisaHQ

Das Expertenteam für Visa und Einwanderung von VisaHQ hilft Einzelpersonen und Unternehmen, die globalen Reise-, Arbeits- und Aufenthaltsanforderungen zu bewältigen. Wir kümmern uns um die Dokumentenvorbereitung, die Einreichung von Anträgen, die Koordination mit Regierungsbehörden und alle Aspekte, die notwendig sind, um schnelle, konforme und stressfreie Genehmigungen zu gewährleisten.

Redaktionelle Richtlinien
×