
Der Ministerrat Polens hat stillschweigend das Sondergesetz zur Unterstützung ukrainischer Staatsbürger geändert und alle Rechte im Zusammenhang mit dem EU-Status des vorübergehenden Schutzes bis zum 4. März 2026 verlängert. Rund eine Million vertriebene Ukrainer – viele von ihnen bereits in polnischen Fabriken, IT-Zentren und Logistikstandorten tätig – behalten das Recht, unter einem vereinfachten, nur meldepflichtigen Verfahren in Polen zu leben und zu arbeiten.
Da die unmittelbaren humanitären Bedürfnisse weitgehend gedeckt sind, verlagert Warschau den Fokus von der Notaufnahme hin zur langfristigen Integration. Ein landesweites Netzwerk von Nationalen Integrationszentren wird regionale Behörden mit NGOs verknüpfen, um Polnischkurse, Kompetenzbewertungen und Jobvermittlungen anzubieten. Die Daten dieser Zentren fließen in ein neues öffentliches Dashboard ein, das Beschäftigung, Leistungsbezug und Schulbesuch bis auf Kreisebene abbildet und Arbeitgebern einen bislang nie dagewesenen Einblick in lokale Talentpools ermöglicht.
Für Mobility-Teams in Unternehmen beseitigt die Verlängerung das Risiko eines abrupten Endes: Ukrainische Mitarbeitende können weiterhin ohne vollständige Arbeitserlaubnis arbeiten, und Neueinstellungen sind innerhalb von nur 24 Stunden über die elektronische Meldestelle „praca.gov.pl“ möglich. Firmen nutzen das kommende Dashboard bereits, um beispielsweise Schweißer in der Nähe von Werften oder Softwaretester in den Technologieparks Krakows zu identifizieren.
Zwei Einschränkungen sind zu beachten: Ab Mitte 2026 wird die polnische Kinderbeihilfe von 800 PLN pro Kind voraussetzen, dass mindestens ein Elternteil eine formelle Beschäftigung hat, was mehr Leistungsempfänger in reguläre Jobs drängt. Zudem verlieren nicht versicherte erwachsene Ukrainer einen Teil der kostenlosen medizinischen Leistungen, was den Wert von arbeitgeberfinanzierten Krankenversicherungen erhöht. Personalabteilungen sollten daher mit höheren Sozialabgaben rechnen und Sprachtrainings in größeren Paketen organisieren.
Fazit: Mit der Verlängerung des vorübergehenden Schutzes bei gleichzeitig verschärften Integrationsanforderungen signalisiert Warschau, dass die meisten Ukrainer mittelfristig bleiben werden. Arbeitgeber, die frühzeitig in Sprach- und Weiterbildungsprogramme investieren, sichern sich einen Wettbewerbsvorteil auf dem angespannten polnischen Arbeitsmarkt.
Da die unmittelbaren humanitären Bedürfnisse weitgehend gedeckt sind, verlagert Warschau den Fokus von der Notaufnahme hin zur langfristigen Integration. Ein landesweites Netzwerk von Nationalen Integrationszentren wird regionale Behörden mit NGOs verknüpfen, um Polnischkurse, Kompetenzbewertungen und Jobvermittlungen anzubieten. Die Daten dieser Zentren fließen in ein neues öffentliches Dashboard ein, das Beschäftigung, Leistungsbezug und Schulbesuch bis auf Kreisebene abbildet und Arbeitgebern einen bislang nie dagewesenen Einblick in lokale Talentpools ermöglicht.
Für Mobility-Teams in Unternehmen beseitigt die Verlängerung das Risiko eines abrupten Endes: Ukrainische Mitarbeitende können weiterhin ohne vollständige Arbeitserlaubnis arbeiten, und Neueinstellungen sind innerhalb von nur 24 Stunden über die elektronische Meldestelle „praca.gov.pl“ möglich. Firmen nutzen das kommende Dashboard bereits, um beispielsweise Schweißer in der Nähe von Werften oder Softwaretester in den Technologieparks Krakows zu identifizieren.
Zwei Einschränkungen sind zu beachten: Ab Mitte 2026 wird die polnische Kinderbeihilfe von 800 PLN pro Kind voraussetzen, dass mindestens ein Elternteil eine formelle Beschäftigung hat, was mehr Leistungsempfänger in reguläre Jobs drängt. Zudem verlieren nicht versicherte erwachsene Ukrainer einen Teil der kostenlosen medizinischen Leistungen, was den Wert von arbeitgeberfinanzierten Krankenversicherungen erhöht. Personalabteilungen sollten daher mit höheren Sozialabgaben rechnen und Sprachtrainings in größeren Paketen organisieren.
Fazit: Mit der Verlängerung des vorübergehenden Schutzes bei gleichzeitig verschärften Integrationsanforderungen signalisiert Warschau, dass die meisten Ukrainer mittelfristig bleiben werden. Arbeitgeber, die frühzeitig in Sprach- und Weiterbildungsprogramme investieren, sichern sich einen Wettbewerbsvorteil auf dem angespannten polnischen Arbeitsmarkt.
Quelle: VisaHQ – Global Mobility News
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