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Kältewelle zwingt SWISS zur Absage weiterer Flüge und stört Geschäftsreisen

Jan. 13, 2026
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Kältewelle zwingt SWISS zur Absage weiterer Flüge und stört Geschäftsreisen
Swiss International Air Lines (SWISS) strich am Sonntag, den 11. Januar, weitere 12 Rückflüge, nachdem die nächtlichen Temperaturen auf dem Schweizer Mittelland auf –10 °C gefallen waren und geparkte Flugzeuge von einer dicken Eisschicht bedeckt waren. Die neuesten Ausfälle – betroffen sind Flüge von Zürich nach Nizza, Frankfurt, Düsseldorf, London, Mailand und Luxemburg – erhöhen die wetterbedingten Stornierungen seit Neujahr auf über 80 und haben schätzungsweise 10.000 Passagiere beeinträchtigt, viele davon Geschäftsreisende, die aus dem Urlaub zurückkehren.

Die Bodenmannschaften am Zürcher Flughafen Kloten arbeiten nahezu rund um die Uhr, um die Enteisungsfahrzeuge im Einsatz zu halten, doch ankommende Flüge hatten am Sonntagmorgen durchschnittlich 90 Minuten Verspätung. Um Folgeverspätungen bei Langstreckenflügen zu vermeiden, erteilte das Bundesamt für Zivilluftfahrt SWISS eine begrenzte Ausnahmeregelung von der nächtlichen Flugbeschränkung – ein ungewöhnlicher Schritt, der den operativen Druck verdeutlicht. Der Flughafen Genf war weniger betroffen und hat sich als bevorzugter Ausweichflughafen für zeitkritische Reisende etabliert.

Kältewelle zwingt SWISS zur Absage weiterer Flüge und stört Geschäftsreisen


Für Mobilitätsteams in Unternehmen ist dieses Ereignis eine Erinnerung daran, dass Winter-Notfallpläne über Versicherungsregelungen hinausgehen. Arbeitgeber mit Meldepflichten im Rahmen des EU-Emissionshandels (EU-ETS) sollten Reisende anweisen, Original-Bordkarten aufzubewahren, falls sich Reisepläne ändern; fehlende Dokumente können kostspielige Lücken bei der CO2-Berichterstattung verursachen. Reiseverantwortliche wird zudem empfohlen, Umsteigezeiten großzügiger zu bemessen und alternative Bahnverbindungen vorab zu prüfen, insbesondere auf den Strecken Zürich–Frankfurt und Genf–Paris, wo Hochgeschwindigkeitszüge Kurzstreckenflüge ersetzen können.

Der Blick nach vorn: MeteoSchweiz prognostiziert bis Mitte der Woche weiterhin Höchstwerte unter null Grad, weshalb weitere Flugausfälle nicht ausgeschlossen sind. Airlines setzen Passagiere in der Regel automatisch um, doch wer enge Kundentermine hat, zieht möglicherweise eine freiwillige Umleitung per Bahn oder über Flughäfen in Mailand oder München vor. Einwanderungsexperten weisen darauf hin, dass kurzfristige Änderungen der Reiseroute am selben Tag bei Nicht-EU-Bürgern die Schengen-“90/180”-Regelung beeinflussen können; ratsam ist es, vor einer Verlängerung des Aufenthalts in der Schweiz eine automatisierte Tageszählung durchzuführen.

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