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VAE verschärfen Visabestimmungen für Remote-Arbeit: Sechsmonatiger Einkommensnachweis jetzt Pflicht

Jan. 29, 2026
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VAE verschärfen Visabestimmungen für Remote-Arbeit: Sechsmonatiger Einkommensnachweis jetzt Pflicht
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben still und heimlich die Anforderungen für digitale Nomaden und ausländische Arbeitnehmer, die mit einem Remote-Working-Visum im Land leben möchten, verschärft. Ein heute Morgen von Einwanderungsberatern eingesehenes Regierungsschreiben bestätigt, dass ab sofort sechs aufeinanderfolgende Monatsauszüge vorgelegt werden müssen, um das Mindestgehalt von derzeit 3.500 US-Dollar (oder Gegenwert) nachzuweisen. Bis gestern waren nur drei Monate erforderlich. Die Behörden begründen die Änderung damit, dass so eine „stabile Beschäftigungs- und Einkommenshistorie“ vor Erteilung des einjährigen Visums sichergestellt werden soll.

Hintergrund: Das 2021 eingeführte Remote-Working-Visum (in Dubai auch Virtual Working Programme genannt) ermöglicht es Ausländern, die außerhalb der VAE angestellt sind, bis zu 12 Monate in den Emiraten zu leben – ohne lokalen Sponsor. Das Visum war besonders bei Tech-Mitarbeitern, Beratern und Unternehmern während des Remote-Work-Booms nach der Pandemie sehr beliebt; auch junge Start-ups und Freelancer mit kurzer Berufshistorie konnten sich mit nur drei Monaten finanzieller Nachweise qualifizieren.

VAE verschärfen Visabestimmungen für Remote-Arbeit: Sechsmonatiger Einkommensnachweis jetzt Pflicht


Neu ist, dass die Verdopplung des Nachweiszeitraums effektiv die Mindestdauer der Beschäftigung beim ausländischen Arbeitgeber erhöht und so neue Mitarbeiter und kürzlich gewechselte Freelancer aussortiert. Einwanderungsanwälte warnen, dass Bewerber, die kürzlich den Job gewechselt haben, womöglich drei weitere Monate warten müssen, bevor sie die erforderlichen Unterlagen einreichen können. Personalabteilungen, die Mitarbeiter im Rahmen von „Work-from-anywhere“-Modellen nach Dubai entsenden, müssen ihre Planung entsprechend anpassen.

Für Geschäftsreisende und Mobility-Manager ergeben sich zwei wesentliche Folgen: Erstens könnte sich die Entsendung von Talenten in die Zeitzone der VAE verzögern, sodass Unternehmen alternative Visa-Kategorien wie das fünfjährige Green Visa (Mindestgehalt 15.000 AED) oder das zehnjährige Golden Visa für Spezialisten und Investoren prüfen müssen. Zweitens können mitreisende Angehörige – Ehepartner, Kinder und Eltern – erst dann Anträge stellen, wenn das Remote-Working-Visum des Hauptantragstellers erteilt wurde, was Familienumzüge und Schulaufnahmen verzögern kann.

Arbeitgeber sollten ihre Mobility-Richtlinien umgehend anpassen: sechs Monate Gehaltsabrechnungen und Kontoauszüge einholen, sicherstellen, dass die Krankenversicherung den VAE-Standards entspricht, und Arbeitgeberbescheinigungen ausstellen, die ausdrücklich Remote-Arbeit aus den Emiraten erlauben. Die Bearbeitungszeit beträgt weiterhin fünf bis sieben Arbeitstage nach Annahme des Antrags, unvollständige finanzielle Nachweise führen jedoch nun automatisch zur Ablehnung.
Quelle: The Economic Times

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