
Pläne für ein einheitliches Touristenvisum des Golf-Kooperationsrats (GCC) – oft als Nahost-Version des europäischen Schengen-Systems bezeichnet – verzögern sich erneut. Offizielle bestätigten, dass das System nun erst 2026 und nicht wie ursprünglich geplant in diesem Jahr starten wird. Laut regionalen Tourismusexperten müssen die Mitgliedsstaaten Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien und die VAE noch entscheidende technische und datenschutzrechtliche Hürden überwinden, bevor sie ihre Einwanderungssysteme vernetzen, Beobachtungslisten vereinheitlichen und die Gebührenzahlung über sechs Jurisdiktionen standardisieren können.
Das sogenannte GCC Grand Tours Visa soll es Besuchern ermöglichen, in ein beliebiges Golfstaatenland einzureisen und sich bis zu 30 Tage frei zwischen allen sechs Ländern zu bewegen. Dies würde die Reiseplanung für Urlauber, MICE-Teilnehmer und Geschäftsreisende erheblich vereinfachen. Das Department of Economy and Tourism in Dubai prognostiziert, dass das Programm die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um drei Tage verlängern und in den ersten fünf Jahren zusätzliche 50 Milliarden US-Dollar an grenzüberschreitenden Besucherausgaben generieren könnte. Reiseveranstalter hatten auf eine schrittweise Einführung Ende 2025 gehofft, doch die Verantwortlichen geben zu, dass gemeinsame IT-Architektur, biometrische Standards und Umsatzverteilungsmodelle mehr Zeit benötigen als erwartet.
Für Mobility-Manager ist die Verschiebung ein zweischneidiges Schwert. Einerseits müssen Unternehmen weiterhin mit mehreren E-Visa-Portalen, dem Hochladen von Krankenversicherungsnachweisen und Wiedereinreiseformalitäten für Mitarbeiter, die kurzfristig Grenzen überschreiten müssen, jonglieren. Andererseits bietet die längere Vorlaufzeit Airlines, Reiseveranstaltern und Personalabteilungen die Möglichkeit, Buchungssysteme, Fürsorgeprotokolle und Reiserichtlinien vor der Umstellung zu aktualisieren. Experten raten Unternehmen mit häufigen innergolfischen Reisen – insbesondere Projektteams aus Bau, Öl & Gas sowie Beratung – dazu, ihren aktuellen Bestand an Mehrfacheinreise-Visa mindestens bis zum zweiten Quartal 2026 beizubehalten.
Die Akteure in den VAE zeigen sich weiterhin grundsätzlich unterstützend. Paul Griffiths, CEO der Dubai Airports, erklärte, dass der Emirat bereits sein Advance Passenger Information (API)-System aufrüstet, sodass ein einziges QR-codiertes Visum sowohl an den Einwanderungse-Gates als auch beim Check-in der Fluggesellschaften gescannt werden kann. Die Bundesbehörde für Identität, Staatsbürgerschaft, Zoll und Hafensicherheit der VAE (ICP) testet zudem einen blockchain-basierten Austausch von Beobachtungslisten, der zur Grundlage der regionalen Sicherheitsschicht werden könnte.
Während die Verzögerung für die Tourismusbehörden frustrierend ist – Saudi-Arabien peilt bis 2030 150 Millionen Besucher an – halten Analysten einen vorsichtigen Ansatz für sinnvoll. „Die Lehre aus den Anfangsjahren von Schengen ist eindeutig: Eine schwache Stelle kann die gesamte Zone gefährden“, betont das Reise-Sicherheitsunternehmen International SOS. „Es lohnt sich, sechs bis neun Monate mehr in die richtige Umsetzung von Datenaustausch, Streitbeilegung und Umsatzabwicklung zu investieren.“
Das sogenannte GCC Grand Tours Visa soll es Besuchern ermöglichen, in ein beliebiges Golfstaatenland einzureisen und sich bis zu 30 Tage frei zwischen allen sechs Ländern zu bewegen. Dies würde die Reiseplanung für Urlauber, MICE-Teilnehmer und Geschäftsreisende erheblich vereinfachen. Das Department of Economy and Tourism in Dubai prognostiziert, dass das Programm die durchschnittliche Aufenthaltsdauer um drei Tage verlängern und in den ersten fünf Jahren zusätzliche 50 Milliarden US-Dollar an grenzüberschreitenden Besucherausgaben generieren könnte. Reiseveranstalter hatten auf eine schrittweise Einführung Ende 2025 gehofft, doch die Verantwortlichen geben zu, dass gemeinsame IT-Architektur, biometrische Standards und Umsatzverteilungsmodelle mehr Zeit benötigen als erwartet.
Für Mobility-Manager ist die Verschiebung ein zweischneidiges Schwert. Einerseits müssen Unternehmen weiterhin mit mehreren E-Visa-Portalen, dem Hochladen von Krankenversicherungsnachweisen und Wiedereinreiseformalitäten für Mitarbeiter, die kurzfristig Grenzen überschreiten müssen, jonglieren. Andererseits bietet die längere Vorlaufzeit Airlines, Reiseveranstaltern und Personalabteilungen die Möglichkeit, Buchungssysteme, Fürsorgeprotokolle und Reiserichtlinien vor der Umstellung zu aktualisieren. Experten raten Unternehmen mit häufigen innergolfischen Reisen – insbesondere Projektteams aus Bau, Öl & Gas sowie Beratung – dazu, ihren aktuellen Bestand an Mehrfacheinreise-Visa mindestens bis zum zweiten Quartal 2026 beizubehalten.
Die Akteure in den VAE zeigen sich weiterhin grundsätzlich unterstützend. Paul Griffiths, CEO der Dubai Airports, erklärte, dass der Emirat bereits sein Advance Passenger Information (API)-System aufrüstet, sodass ein einziges QR-codiertes Visum sowohl an den Einwanderungse-Gates als auch beim Check-in der Fluggesellschaften gescannt werden kann. Die Bundesbehörde für Identität, Staatsbürgerschaft, Zoll und Hafensicherheit der VAE (ICP) testet zudem einen blockchain-basierten Austausch von Beobachtungslisten, der zur Grundlage der regionalen Sicherheitsschicht werden könnte.
Während die Verzögerung für die Tourismusbehörden frustrierend ist – Saudi-Arabien peilt bis 2030 150 Millionen Besucher an – halten Analysten einen vorsichtigen Ansatz für sinnvoll. „Die Lehre aus den Anfangsjahren von Schengen ist eindeutig: Eine schwache Stelle kann die gesamte Zone gefährden“, betont das Reise-Sicherheitsunternehmen International SOS. „Es lohnt sich, sechs bis neun Monate mehr in die richtige Umsetzung von Datenaustausch, Streitbeilegung und Umsatzabwicklung zu investieren.“
Quelle: The Economic Times
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