
Die Europäische Kommission hat die umfassendste Reform der Schengen-Visaregeln seit der Gründung des Gebiets vorgestellt und am 7. Februar 2026 ihre erste „EU-Visastrategie“ verabschiedet. Obwohl das Dokument für alle 29 Schengen-Mitglieder gilt, spielte Paris eine aktive Rolle bei den Verhandlungen, wovon französische Unternehmen unmittelbar profitieren werden.
Im Rahmen der Strategie müssen die Konsulate bis 2028 100 % der Kurzzeitvisumanträge über ein einheitliches, EU-weites digitales Portal abwickeln. Das französische Außenministerium kündigte an, das Portal ab Juni zu pilotieren, sodass Reisende ihre Unterlagen hochladen, Gebühren online bezahlen und E-Visa mit kryptografisch signierten QR-Codes statt Passaufklebern erhalten können. Für französische Firmen, die jährlich hunderte Einladungsschreiben ausstellen, bedeutet dies weniger Bürokratie und schnellere Bearbeitungszeiten – besonders für vielreisende Führungskräfte aus Indien, China und dem Golf.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Wettbewerbsfähigkeit. Mitgliedstaaten, darunter Frankreich, werden ermutigt, Mehrfacheinreisevisa mit einer Gültigkeit von bis zu fünf Jahren für „vertrauenswürdige Reisende“ auszustellen, die in den letzten drei Jahren mindestens zwei Schengen-Visa erhalten haben. Wirtschaftsverbände wie MEDEF hatten sich für diese Änderung stark gemacht und argumentiert, dass wiederholte Einreisevisa Investoren abschrecken, die mehrmals pro Quartal nach Paris, Lyon oder Toulouse reisen. Die Kommission schätzt, dass länger gültige Visa den EU-Unternehmen bis 2030 Verwaltungsaufwand in Höhe von 4 Milliarden Euro ersparen könnten.
Für die Talentgewinnung ist besonders wichtig, dass Brüssel eine unverbindliche Empfehlung verabschiedet hat, die Regierungen auffordert, die Bearbeitungszeiten für Langzeitaufenthaltstitel wie das französische Passeport Talent drastisch zu verkürzen. Französische Präfekturen benötigen derzeit durchschnittlich zehn Wochen für die Ausstellung dieser Karten; das Ziel ist eine Bearbeitungszeit von acht Wochen bis Mitte 2027. Start-ups aus „La French Tech“ beklagen, dass die aktuellen Verzögerungen Bewerber in die Niederlande und nach Deutschland treiben.
Sicherheitsvorkehrungen bleiben bestehen. Die Visastrategie ermöglicht es der EU, visafreie Regelungen schneller auszusetzen, wenn Drittstaaten sich weigern, Überzieher zurückzunehmen. Frankreich setzte sich nach bilateralen Spannungen mit Algerien wegen Abschiebungen besonders für diese Klausel ein. Innenminister Gérald Darmanin erklärte, der Kompromiss „erhalte unsere Fähigkeit, die nationale Sicherheit zu schützen, und mache Frankreich gleichzeitig zum wichtigsten Tor für globale Talente.“
Im Rahmen der Strategie müssen die Konsulate bis 2028 100 % der Kurzzeitvisumanträge über ein einheitliches, EU-weites digitales Portal abwickeln. Das französische Außenministerium kündigte an, das Portal ab Juni zu pilotieren, sodass Reisende ihre Unterlagen hochladen, Gebühren online bezahlen und E-Visa mit kryptografisch signierten QR-Codes statt Passaufklebern erhalten können. Für französische Firmen, die jährlich hunderte Einladungsschreiben ausstellen, bedeutet dies weniger Bürokratie und schnellere Bearbeitungszeiten – besonders für vielreisende Führungskräfte aus Indien, China und dem Golf.
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Wettbewerbsfähigkeit. Mitgliedstaaten, darunter Frankreich, werden ermutigt, Mehrfacheinreisevisa mit einer Gültigkeit von bis zu fünf Jahren für „vertrauenswürdige Reisende“ auszustellen, die in den letzten drei Jahren mindestens zwei Schengen-Visa erhalten haben. Wirtschaftsverbände wie MEDEF hatten sich für diese Änderung stark gemacht und argumentiert, dass wiederholte Einreisevisa Investoren abschrecken, die mehrmals pro Quartal nach Paris, Lyon oder Toulouse reisen. Die Kommission schätzt, dass länger gültige Visa den EU-Unternehmen bis 2030 Verwaltungsaufwand in Höhe von 4 Milliarden Euro ersparen könnten.
Für die Talentgewinnung ist besonders wichtig, dass Brüssel eine unverbindliche Empfehlung verabschiedet hat, die Regierungen auffordert, die Bearbeitungszeiten für Langzeitaufenthaltstitel wie das französische Passeport Talent drastisch zu verkürzen. Französische Präfekturen benötigen derzeit durchschnittlich zehn Wochen für die Ausstellung dieser Karten; das Ziel ist eine Bearbeitungszeit von acht Wochen bis Mitte 2027. Start-ups aus „La French Tech“ beklagen, dass die aktuellen Verzögerungen Bewerber in die Niederlande und nach Deutschland treiben.
Sicherheitsvorkehrungen bleiben bestehen. Die Visastrategie ermöglicht es der EU, visafreie Regelungen schneller auszusetzen, wenn Drittstaaten sich weigern, Überzieher zurückzunehmen. Frankreich setzte sich nach bilateralen Spannungen mit Algerien wegen Abschiebungen besonders für diese Klausel ein. Innenminister Gérald Darmanin erklärte, der Kompromiss „erhalte unsere Fähigkeit, die nationale Sicherheit zu schützen, und mache Frankreich gleichzeitig zum wichtigsten Tor für globale Talente.“
Quelle: The Economic Times
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