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Internationale Studierende machen die Hälfte des Einwanderungsanstiegs in Frankreich im Jahr 2025 aus

Jan. 31, 2026
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Internationale Studierende machen die Hälfte des Einwanderungsanstiegs in Frankreich im Jahr 2025 aus
Das französische Innenministerium hat vorläufige Einwanderungszahlen veröffentlicht, die zeigen, dass im Jahr 2025 insgesamt 379.450 erstmalige Aufenthaltserlaubnisse an Nicht-EU-Bürger vergeben wurden – ein Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahr. Davon entfielen 118.000 Genehmigungen (31 %) auf internationale Studierende. Zählt man die Familienangehörigen hinzu, die erstmals mit einem Studienvisum eingereist sind, machen Studierende nun etwas mehr als 50 % aller Neuankömmlinge aus.

Diese Zahlen bestätigen einen strukturellen Wandel, der während der Pandemie begann: Frankreich setzt verstärkt auf den Hochschulbereich, um sowohl seine Soft-Power zu stärken als auch Talente anzuziehen. Förderprogramme von Campus France, vereinfachte Visaverfahren für wichtige Herkunftsländer wie Indien sowie der Ausbau englischsprachiger Masterstudiengänge haben französische Universitäten zu einem Magneten für internationale Studierende gemacht. Die drei wichtigsten Herkunftsländer im Jahr 2025 waren China, die USA und Kamerun, wobei auch aus dem frankophonen Afrika ein starkes Wachstum zu verzeichnen ist.

Internationale Studierende machen die Hälfte des Einwanderungsanstiegs in Frankreich im Jahr 2025 aus


Die Entwicklung bei der beruflichen Migration ist komplexer. Die Zahl der beruflichen Aufenthaltserlaubnisse sank um 13 % auf 51.190, während die Vergabe des Premium-Visums „Passeport Talent“ um 4,4 % zunahm. Arbeitgeber aus den Bereichen Technologie und Gesundheitswesen beklagen weiterhin Engpässe aufgrund von Arbeitskräftemangellisten und lokalen Einstellungsquoten, doch das Innenministerium betont, dass neue digitale Portale im Jahr 2026 die Bürokratie reduzieren sollen. Gleichzeitig stiegen die humanitären Zulassungen um 65 % auf 92.000, vor allem durch Afghanen, Ukrainer und Haitianer, die als Flüchtlinge oder mit subsidiärem Schutz anerkannt wurden. Die Abschiebungen nahmen ebenfalls um 16 % auf 25.000 zu, bedingt durch eine verschärfte Durchsetzung.

Für Manager im Bereich globale Mobilität ergeben sich zwei zentrale Botschaften: Erstens sollten Unternehmen, die Absolventen innerhalb der EU oder direkt in Frankreich rekrutieren wollen, mit einem starken Wettbewerb um Studienplätze, Wohnraum und Praktikumsstellen rechnen. Zweitens bleibt Frankreich zwar offen für hochqualifizierte Fachkräfte, doch die Zahl der regulären Arbeitserlaubnisse schrumpft, sodass Personalabteilungen verstärkt auf die Kategorien des „Passeport Talent“ (IT-Fachkräfte, EU Blue Card, Forscher, Mitarbeiter innovativer Unternehmen) setzen und Gehalts- sowie Qualifikationsanforderungen sorgfältig nachweisen müssen.

Blickt man in die Zukunft, deutet die Regierung im Finanzgesetz 2026 Gebührenerhöhungen an und führt ab dem 1. März 2026 eine verpflichtende „examen civique“ für Langzeitmigranten ein. Multinationale Arbeitgeber sollten daher mit höheren Compliance-Kosten rechnen und ihre entsandten Mitarbeiter frühzeitig zu Sprach- und Integrationskursen anmelden, um Verzögerungen bei der Aufenthaltserlaubnis zu vermeiden.
Quelle: The Economic Times

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