
Am 29. Januar stellte die Europäische Kommission ihre erste EU-Visastrategie zusammen mit einer Empfehlung zur Anziehung von Talenten für Innovation vor. Obwohl die Dokumente für alle 27 Mitgliedstaaten gelten, werden französische Unternehmen und Reisende besonders betroffen sein, da Frankreich jährlich mehr als zwei Millionen Visa ausstellt und die zweitgrößte Gruppe ausländischer Studierender in Europa beherbergt.
Die Strategie basiert auf drei Säulen: (1) stärkere Sicherheit im Schengen-Raum durch engere Überwachung visafreier Regelungen und mögliche „restriktive Visamaßnahmen“ gegenüber nicht kooperierenden Ländern; (2) Wettbewerbsfähigkeit, darunter eine breitere Nutzung von Mehrfacheinreisevisa, längere Gültigkeit für vertrauenswürdige Reisende und zusätzliche EU-Finanzierung zur Digitalisierung konsularischer Dienste; und (3) moderne Visainstrumente – insbesondere vollständige Digitalisierung, Interoperabilität der EU-IT-Systeme und Integration mit ETIAS, das Ende 2026 starten soll. Für Frankreich, das bereits 100 % papierlose Kurzaufenthaltsanträge in China und Senegal testet, bedeutet die Zustimmung aus Brüssel, dass seine Konsulate diese Pilotprojekte schneller ausweiten können, ohne gegen die gemeinsamen Schengen-Regeln zu verstoßen.
Die begleitende Empfehlung fordert die Mitgliedstaaten auf, die Bearbeitungszeiten für langfristige D-Visa auf 30 Tage zu verkürzen, nahtlose Statuswechsel vom Studium zur Arbeit zu ermöglichen und „Legal Gateway Offices“ einzurichten, die Arbeitgeber durch die fragmentierten nationalen Regelungen führen. Paris hat bereits stillschweigend einen solchen One-Stop-Service – den „Guichet Unique Talents“ – für Tech-Start-ups in Station F erprobt; der neue EU-Rahmen könnte die Finanzierung sichern, um das Modell in Lyon, Lille und Aix-Marseille zu übernehmen.
Für Mobility-Manager ergeben sich sofortige Konsequenzen: Es ist mit einer Ausweitung der Auslagerung der biometrischen Datenerfassung im französischen Konsulatssystem und der Einführung von Ferninterview-Tools zu rechnen, um Terminrückstände bis zur Hochsaison 2026 zu reduzieren. HR-Teams sollten die Rotationspläne für Expatriates überprüfen, da länger gültige Mehrfacheinreisevisa vom Typ C die Erneuerungskosten senken, aber auch die 183-Tage-Steueransässigkeitsschwelle früher auslösen können. Unternehmen, die Forscher oder Gründer von Start-ups entsenden, sollten auf Fast-Track-Verfahren im Zusammenhang mit der EU-Blauen Karte und dem Passeport Talent achten.
Die Umsetzung wird nicht einheitlich verlaufen. Die Strategie muss noch vom Rat und Parlament für bestimmte Sicherheitsklauseln genehmigt werden, und die Mitgliedstaaten behalten die Hoheit über die Gebührenhöhe. Dennoch teilten französische Beamte den Branchenverbänden mit, dass ein Entwurf zur Angleichung der nationalen Praxis an den EU-Text noch vor dem Sommer vorliegen könnte. Wird dieser verabschiedet, könnte Frankreich kürzere Warteschlangen bei TLScontact-Zentren, großzügigere mehrjährige Visa für häufige Geschäftsreisende und ein harmonisiertes Schengen-Beschwerdeverfahren bis Anfang 2027 erleben.
Die Strategie basiert auf drei Säulen: (1) stärkere Sicherheit im Schengen-Raum durch engere Überwachung visafreier Regelungen und mögliche „restriktive Visamaßnahmen“ gegenüber nicht kooperierenden Ländern; (2) Wettbewerbsfähigkeit, darunter eine breitere Nutzung von Mehrfacheinreisevisa, längere Gültigkeit für vertrauenswürdige Reisende und zusätzliche EU-Finanzierung zur Digitalisierung konsularischer Dienste; und (3) moderne Visainstrumente – insbesondere vollständige Digitalisierung, Interoperabilität der EU-IT-Systeme und Integration mit ETIAS, das Ende 2026 starten soll. Für Frankreich, das bereits 100 % papierlose Kurzaufenthaltsanträge in China und Senegal testet, bedeutet die Zustimmung aus Brüssel, dass seine Konsulate diese Pilotprojekte schneller ausweiten können, ohne gegen die gemeinsamen Schengen-Regeln zu verstoßen.
Die begleitende Empfehlung fordert die Mitgliedstaaten auf, die Bearbeitungszeiten für langfristige D-Visa auf 30 Tage zu verkürzen, nahtlose Statuswechsel vom Studium zur Arbeit zu ermöglichen und „Legal Gateway Offices“ einzurichten, die Arbeitgeber durch die fragmentierten nationalen Regelungen führen. Paris hat bereits stillschweigend einen solchen One-Stop-Service – den „Guichet Unique Talents“ – für Tech-Start-ups in Station F erprobt; der neue EU-Rahmen könnte die Finanzierung sichern, um das Modell in Lyon, Lille und Aix-Marseille zu übernehmen.
Für Mobility-Manager ergeben sich sofortige Konsequenzen: Es ist mit einer Ausweitung der Auslagerung der biometrischen Datenerfassung im französischen Konsulatssystem und der Einführung von Ferninterview-Tools zu rechnen, um Terminrückstände bis zur Hochsaison 2026 zu reduzieren. HR-Teams sollten die Rotationspläne für Expatriates überprüfen, da länger gültige Mehrfacheinreisevisa vom Typ C die Erneuerungskosten senken, aber auch die 183-Tage-Steueransässigkeitsschwelle früher auslösen können. Unternehmen, die Forscher oder Gründer von Start-ups entsenden, sollten auf Fast-Track-Verfahren im Zusammenhang mit der EU-Blauen Karte und dem Passeport Talent achten.
Die Umsetzung wird nicht einheitlich verlaufen. Die Strategie muss noch vom Rat und Parlament für bestimmte Sicherheitsklauseln genehmigt werden, und die Mitgliedstaaten behalten die Hoheit über die Gebührenhöhe. Dennoch teilten französische Beamte den Branchenverbänden mit, dass ein Entwurf zur Angleichung der nationalen Praxis an den EU-Text noch vor dem Sommer vorliegen könnte. Wird dieser verabschiedet, könnte Frankreich kürzere Warteschlangen bei TLScontact-Zentren, großzügigere mehrjährige Visa für häufige Geschäftsreisende und ein harmonisiertes Schengen-Beschwerdeverfahren bis Anfang 2027 erleben.
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