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China ermöglicht Kanadiern ab dem 17. Februar 30-tägige visafreie Einreise

Feb. 17, 2026
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China ermöglicht Kanadiern ab dem 17. Februar 30-tägige visafreie Einreise
Als überraschendes Neujahrsgeschenk hat Peking angekündigt, dass kanadische Staatsbürger ab Dienstag, dem 17. Februar 2026, ohne Visum für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen nach Festlandchina einreisen dürfen. Diese Maßnahme, die das chinesische Außenministerium am späten Sonntag bestätigte, macht Kanada zum neuesten Land auf Chinas schnell wachsender einseitiger Visumfrei-Liste.

Das Timing ist strategisch gewählt. Vor zwei Wochen besuchte Premierminister Mark Carney als erster kanadischer Regierungschef seit sieben Jahren Peking, wo er und Präsident Xi Jinping versprachen, die durch Handelsstreitigkeiten, Sicherheitsbedenken und die Festnahme der „Two Michaels“ 2018 belastete Beziehung „neu zu justieren“. Die visumfreie Einreise für gewöhnliche kanadische Passinhaber wird von beiden Seiten als erster vertrauensbildender Schritt gesehen, der persönliche Geschäfts-, Bildungs- und Kulturaustausche fördern soll.

Praktisch bedeutet die Änderung, dass das bisher erforderliche 180 CAD teure Einreisevisum der Klasse L oder die umständlichen Dokumente für Kurzaufenthalte entfallen. Kanadier können nun mit einem mindestens sechs Monate gültigen Reisepass und einem bestätigten Weiter- oder Rückflugticket einreisen und sich bis zu 30 Tage pro Besuch bis zum 31. Dezember 2026 im Land aufhalten. Die Visumfreiheit gilt für Tourismus, Familienbesuche, Kurzzeitstudium und die meisten Geschäftsreisen, ersetzt jedoch nicht die Z-Arbeitsgenehmigung oder das X-Studentenvisum für längere Aufenthalte. Reisende mit Vorstrafen oder früheren Überziehungs-Verstößen können weiterhin an der Grenze abgewiesen werden.

China ermöglicht Kanadiern ab dem 17. Februar 30-tägige visafreie Einreise


Die Wirtschaft reagiert bereits. Air Canada prüft eine Ausweitung der Flüge auf den Strecken Toronto–Shanghai und Vancouver–Peking, die derzeit etwa 60 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen. Reiseveranstalter wie das Canada China Business Forum erwarten einen Anstieg von Handelsmissionen, während Universitäten hoffen, dass die vereinfachten Einreisebestimmungen gemeinsame Forschungsprogramme wiederbeleben, die während der Pandemie pausierten. Analysten von CIBC Capital Markets schätzen, dass die Regelung in den nächsten zwölf Monaten bis zu 1 Milliarde CAD an beidseitigen Besucherausgaben wiederbeleben könnte, sofern Sitzplatzkapazitäten und Konsularpersonal mithalten.

Für Manager der Unternehmensmobilität ist die wichtigste Erkenntnis die Geschwindigkeit: Mitarbeiter, die kurzfristig an Meetings, Messen oder Betriebsinspektionen in China teilnehmen müssen, können nun mit Vorlaufzeiten von Stunden statt Wochen rechnen. Unternehmen sollten dennoch ihre Reiserichtlinien aktualisieren und Mitarbeiter darauf hinweisen, dass die 30-Tage-Frist nicht durch einen Tagesausflug nach Hongkong oder Macau zurückgesetzt wird und dass aufeinanderfolgende visumfreie Einreisen zu verstärkter Kontrolle an der Grenze führen können. Personalabteilungen wird zudem empfohlen zu prüfen, ob Krankenversicherungen visumfreie Besucher anders behandeln als herkömmliche Visuminhaber.

Obwohl die Visumfreiheit formal als Pilotprojekt gilt und Ende des Jahres ausläuft, hat Peking ähnliche Programme in der Vergangenheit mehrfach verlängert. Läuft die Einführung reibungslos, wird erwartet, dass Ottawa und Peking über gegenseitige Zugeständnisse verhandeln – etwa schnellere Bearbeitung für chinesische Arbeitsgenehmigungen für Kanada oder die Wiedereröffnung weiterer kanadischer Visazentren in China. Für den Moment markiert der 17. Februar jedoch die bedeutendste Erleichterung der Reiseformalitäten zwischen beiden Ländern seit fast einem Jahrzehnt und ein klares Signal, dass China kanadische Touristen und Geschäftspartner wieder herzlich willkommen heißt.
Quelle: Associated Press via CityNews Halifax

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