
Fünfundsiebzig zivilgesellschaftliche Organisationen in ganz Europa, darunter Caritas Österreich und der Diakonie Flüchtlingsdienst, schlagen Alarm wegen eines Entwurfs für eine EU-Verordnung, die die Abschiebung von undokumentierten Migranten beschleunigen soll. In einem offenen Brief vom 16. Februar 2026 warnen sie, dass der Vorschlag – derzeit im LIBE-Ausschuss des Europäischen Parlaments – die Grenze zwischen Migrationskontrolle und regulären öffentlichen Diensten verwischen würde und Krankenhäuser, Schulen und sogar Zugbegleiter faktisch zu Grenzschutzbeamten machen könnte.
Die Verordnung würde der Polizei erlauben, ohne richterlichen Durchsuchungsbefehl private Räumlichkeiten zu betreten, wenn nach Personen mit endgültigem Rückkehrbescheid gesucht wird. Öffentliche Behörden und Verkehrsunternehmen wären verpflichtet, undokumentierte Personen zu melden, und es sind Überstellungen in Rückkehrzentren in Drittländern außerhalb der EU vorgesehen. Kritiker bemängeln, dass der Entwurf stark an die Taktiken der US-Einwanderungsbehörde ICE angelehnt ist und Racial Profiling fördern könnte.
Für Österreich, das 2025 58.200 Asylanträge verzeichnete, sind die Auswirkungen erheblich. Das Innenministerium betreibt bereits Schnellverfahren für Rückführungen am Flughafen Wien sowie mobile Einheiten an Brennpunkten in Oberösterreich und der Steiermark. Menschenrechtsanwälte warnen, dass die neuen EU-Regeln österreichische Arbeitgeber und Vermieter verpflichten könnten, den Aufenthaltsstatus zu überprüfen – andernfalls drohten Sanktionen. Dies würde die Compliance-Kosten für Unternehmen erhöhen, die Drittstaatsangehörige mit der Rot-Weiß-Rot-Karte beschäftigen.
Auch Geschäftsreisemanager zeigen sich besorgt. Sollte die Verordnung in der jetzigen Form verabschiedet werden, könnten Kurzzeitentsandte, die versehentlich die 90/180-Tage-Schengenregel überschreiten, sofort festgenommen werden. Verkehrsunternehmen drohten Bußgelder, wenn sie Personen ohne gültige Papiere befördern. Multinationale Arbeitgeber mit vielfältigen Belegschaften müssten daher robuste Dokumentenüberwachungssysteme und Schulungen für Mitarbeiter einführen.
Die Abstimmung im LIBE-Ausschuss ist für März geplant; österreichische Abgeordnete von ÖVP und FPÖ haben ihre Unterstützung signalisiert, während Grüne und NEOS eine Ablehnung oder Änderung des Textes anstreben. Unternehmen mit mobilen Talenten in Österreich sollten den Gesetzgebungsprozess genau verfolgen und ihre internen Compliance-Richtlinien im Bereich Migration überprüfen.
Die Verordnung würde der Polizei erlauben, ohne richterlichen Durchsuchungsbefehl private Räumlichkeiten zu betreten, wenn nach Personen mit endgültigem Rückkehrbescheid gesucht wird. Öffentliche Behörden und Verkehrsunternehmen wären verpflichtet, undokumentierte Personen zu melden, und es sind Überstellungen in Rückkehrzentren in Drittländern außerhalb der EU vorgesehen. Kritiker bemängeln, dass der Entwurf stark an die Taktiken der US-Einwanderungsbehörde ICE angelehnt ist und Racial Profiling fördern könnte.
Für Österreich, das 2025 58.200 Asylanträge verzeichnete, sind die Auswirkungen erheblich. Das Innenministerium betreibt bereits Schnellverfahren für Rückführungen am Flughafen Wien sowie mobile Einheiten an Brennpunkten in Oberösterreich und der Steiermark. Menschenrechtsanwälte warnen, dass die neuen EU-Regeln österreichische Arbeitgeber und Vermieter verpflichten könnten, den Aufenthaltsstatus zu überprüfen – andernfalls drohten Sanktionen. Dies würde die Compliance-Kosten für Unternehmen erhöhen, die Drittstaatsangehörige mit der Rot-Weiß-Rot-Karte beschäftigen.
Auch Geschäftsreisemanager zeigen sich besorgt. Sollte die Verordnung in der jetzigen Form verabschiedet werden, könnten Kurzzeitentsandte, die versehentlich die 90/180-Tage-Schengenregel überschreiten, sofort festgenommen werden. Verkehrsunternehmen drohten Bußgelder, wenn sie Personen ohne gültige Papiere befördern. Multinationale Arbeitgeber mit vielfältigen Belegschaften müssten daher robuste Dokumentenüberwachungssysteme und Schulungen für Mitarbeiter einführen.
Die Abstimmung im LIBE-Ausschuss ist für März geplant; österreichische Abgeordnete von ÖVP und FPÖ haben ihre Unterstützung signalisiert, während Grüne und NEOS eine Ablehnung oder Änderung des Textes anstreben. Unternehmen mit mobilen Talenten in Österreich sollten den Gesetzgebungsprozess genau verfolgen und ihre internen Compliance-Richtlinien im Bereich Migration überprüfen.
Quelle: The Guardian
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