1. Globale Mobilitätsnachrichten
  2. /
  3. Österreich
  4. /
  5. Österreich plant neue Abschiebewelle nach Syrien und Irak nach Gesprächen in München

Österreich plant neue Abschiebewelle nach Syrien und Irak nach Gesprächen in München

Feb. 15, 2026
·
Österreich plant neue Abschiebewelle nach Syrien und Irak nach Gesprächen in München
Österreichs Innenminister Gerhard Karner nutzte die Münchner Sicherheitskonferenz 2026 (13.-14. Februar), um eine deutliche Beschleunigung der Abschiebungen nach Syrien und Irak anzukündigen. Karner erklärte gegenüber Journalisten, Österreich wolle die Rückführung verurteilter Straftäter und abgelehnter Asylbewerber in diese beiden Länder „von der Ausnahme zur Regel“ machen. In bilateralen Gesprächen mit den irakischen und dem neuen syrischen Außenminister drängte er auf mehr Charterflüge und die Einrichtung sogenannter „Rückkehrzentren“ außerhalb der EU, in denen Migranten vor der Rückführung bearbeitet werden könnten. (kurier.at)

Die Initiative baut auf Wiens Status als einzigem EU-Staat auf, der nach dem Sturz des Assad-Regimes wieder in kleinem Umfang Abschiebungen nach Syrien durchführt. Behörden argumentieren, die Sicherheitslage in Teilen Syriens erlaube nun Einzelfallentscheidungen; NGOs hingegen sehen darin eine Verletzung des Grundsatzes des Non-Refoulement. Österreich unterhält bereits ein Rückführungsabkommen mit Bagdad und schob 2025 insgesamt 412 Iraker ab; das Ministerium peilt für 2026 „deutlich über 1.000“ an. (kurier.at)

Österreich plant neue Abschiebewelle nach Syrien und Irak nach Gesprächen in München


Karner traf sich zudem mit seinen deutschen und Schweizer Amtskollegen sowie EU-Innenkommissar Magnus Brunner, um über gemeinsame außereuropäische Verarbeitungszentren zu sprechen, die nach dem Vorbild des von Großbritannien verfolgten Ruanda-Plans gestaltet werden sollen. Obwohl noch kein Gastgeberland benannt wurde, bestätigten Quellen in Brüssel, dass mindestens zwei nordafrikanische Staaten „in fortgeschrittenen Gesprächen“ sind. (kurier.at)

Für Arbeitgeber, die das österreichische Rot-Weiß-Rot-Arbeitsbewilligungssystem nutzen, bringt die Ankündigung neue Unsicherheiten: Personalverantwortliche müssen beobachten, ob die härtere Abschiebungsrhetorik sich auf die im März festzulegenden Kontingente für Arbeitsmigration auswirkt. Gleichzeitig rechnen Umzugsdienstleister mit verstärkten Identitätsprüfungen in Asylunterkünften, was Familienzusammenführungsanträge, die parallel zu Fachkräfteanträgen laufen, verzögern könnte.

Praktisch sollten HR-Teams den Aufenthaltsstatus der Angehörigen von Entsandten überprüfen und die Reiserisikopolitik für Mitarbeiter mit syrischer oder irakischer Staatsbürgerschaft aktualisieren. Fluggesellschaften mit Abflügen von Wien könnten mit kurzfristigen Charteranfragen konfrontiert werden, was die Kapazitäten für Fracht im Bauchraum auf wichtigen Nahost-Routen beeinträchtigen könnte.
Quelle: Kurier

Wie VisaHQ helfen kann

VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Österreich.

Visa- und Einwanderungsteam @ VisaHQ

Das Expertenteam für Visa und Einwanderung von VisaHQ hilft Einzelpersonen und Unternehmen, die globalen Reise-, Arbeits- und Aufenthaltsanforderungen zu bewältigen. Wir kümmern uns um die Dokumentenvorbereitung, die Einreichung von Anträgen, die Koordination mit Regierungsbehörden und alle Aspekte, die notwendig sind, um schnelle, konforme und stressfreie Genehmigungen zu gewährleisten.

Redaktionelle Richtlinien
×