
Vier Jahre nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hat Belgien laut Daten des Einwanderungsamts vom 18. Februar 2026 vorübergehenden Schutz für 101.536 Menschen gewährt, die vor dem Konflikt geflohen sind. Diese Zahl – etwa 0,9 Prozent der belgischen Bevölkerung – verdeutlicht das Ausmaß der humanitären Reaktion des Landes, zeigt aber auch die zunehmende Belastung der Wohn- und Integrationsangebote.
Die EU-weite Richtlinie zum vorübergehenden Schutz, die zehn Tage nach dem Einmarsch aktiviert wurde, gewährt Ukrainern ein beschleunigtes Recht, bis mindestens 4. März 2027 in jedem Mitgliedstaat zu leben und zu arbeiten. In Belgien erhalten die Begünstigten eine A-Karte, die zwei Jahre gültig ist, Zugang zum Arbeitsmarkt, grundlegende soziale Unterstützung und die Möglichkeit, öffentliche Schulen zu besuchen. Die Bundesagentur Fedasil berichtet, dass 12 Prozent der 8.756 Neuankömmlinge im vergangenen Jahr staatlich organisierte Unterkünfte benötigten.
Dieses Sicherheitsnetz gerät jedoch unter Druck. Flandern wird ab dem 31. März 2026 die Finanzierung von Notunterkünften auf kommunaler Ebene einstellen, wodurch die Kosten auf die Gemeinden verlagert werden oder Geflüchtete auf den angespannten privaten Wohnungsmarkt ausweichen müssen. NGOs warnen vor einer drohenden „Wohnungsklippe“, gerade jetzt, wo die Winterzuschüsse für Nebenkosten auslaufen. Bereits 22.594 Ukrainer wurden aus dem nationalen Register gestrichen – vor allem jene, die in die Heimat zurückkehrten oder in andere Länder weiterzogen – was Fragen zur weiteren Mobilität und Datenzuverlässigkeit aufwirft.
Für Arbeitgeber bleibt die Richtlinie ein vereinfachter Weg zur Einstellung: Es ist keine Arbeitserlaubnis erforderlich, und die Anerkennung ukrainischer Qualifikationen wurde in Bereichen wie Gesundheitswesen und IT beschleunigt. Dennoch müssen Mobilitätsteams das Ablaufdatum 2027 im Blick behalten und regionale politische Veränderungen beobachten, die beeinflussen könnten, wo Angehörige der Entsandten leben oder zur Schule gehen dürfen.
Die belgische Regierung setzt sich bei der Europäischen Kommission für eine Kofinanzierung zur Verlängerung von Sprach- und Jobvermittlungsprogrammen ein und argumentiert, dass stabile Beschäftigung der beste Weg zur Eigenständigkeit sei. Bei Zustimmung könnten neue Zuschüsse die Lohnkosten für Unternehmen abdecken, die bereit sind, Ukrainer in Mangelberufen einzustellen – eine Chance für Betriebe, die mit anhaltenden Fachkräftemangel kämpfen.
Die EU-weite Richtlinie zum vorübergehenden Schutz, die zehn Tage nach dem Einmarsch aktiviert wurde, gewährt Ukrainern ein beschleunigtes Recht, bis mindestens 4. März 2027 in jedem Mitgliedstaat zu leben und zu arbeiten. In Belgien erhalten die Begünstigten eine A-Karte, die zwei Jahre gültig ist, Zugang zum Arbeitsmarkt, grundlegende soziale Unterstützung und die Möglichkeit, öffentliche Schulen zu besuchen. Die Bundesagentur Fedasil berichtet, dass 12 Prozent der 8.756 Neuankömmlinge im vergangenen Jahr staatlich organisierte Unterkünfte benötigten.
Dieses Sicherheitsnetz gerät jedoch unter Druck. Flandern wird ab dem 31. März 2026 die Finanzierung von Notunterkünften auf kommunaler Ebene einstellen, wodurch die Kosten auf die Gemeinden verlagert werden oder Geflüchtete auf den angespannten privaten Wohnungsmarkt ausweichen müssen. NGOs warnen vor einer drohenden „Wohnungsklippe“, gerade jetzt, wo die Winterzuschüsse für Nebenkosten auslaufen. Bereits 22.594 Ukrainer wurden aus dem nationalen Register gestrichen – vor allem jene, die in die Heimat zurückkehrten oder in andere Länder weiterzogen – was Fragen zur weiteren Mobilität und Datenzuverlässigkeit aufwirft.
Für Arbeitgeber bleibt die Richtlinie ein vereinfachter Weg zur Einstellung: Es ist keine Arbeitserlaubnis erforderlich, und die Anerkennung ukrainischer Qualifikationen wurde in Bereichen wie Gesundheitswesen und IT beschleunigt. Dennoch müssen Mobilitätsteams das Ablaufdatum 2027 im Blick behalten und regionale politische Veränderungen beobachten, die beeinflussen könnten, wo Angehörige der Entsandten leben oder zur Schule gehen dürfen.
Die belgische Regierung setzt sich bei der Europäischen Kommission für eine Kofinanzierung zur Verlängerung von Sprach- und Jobvermittlungsprogrammen ein und argumentiert, dass stabile Beschäftigung der beste Weg zur Eigenständigkeit sei. Bei Zustimmung könnten neue Zuschüsse die Lohnkosten für Unternehmen abdecken, die bereit sind, Ukrainer in Mangelberufen einzustellen – eine Chance für Betriebe, die mit anhaltenden Fachkräftemangel kämpfen.
Quelle: Belga News Agency
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Belgien.Mehr von Belgien
Alle anzeigen
Belgien legt Pläne zur Verdopplung der Mehrwertsteuer auf Konzerttickets auf Eis und lindert damit Kostenbedenken bei Geschäftsevents
Belgien erhöht die Staatsbürgerschaftsgebühr auf 1.000 € und verschärft die Regeln für Familienzusammenführung