
In einem Artikel für die australische Ausgabe des Guardian am 22. Februar warnt der ehemalige Kommissar für Rassendiskriminierung, Tim Soutphommasane, dass Pauline Hansons Partei One Nation „die öffentliche Besorgnis über Einwanderung“ ähnlich wie Nigel Farages Reform UK in Großbritannien ausnutzt. Eine aktuelle Umfrage in Redbridge zeigt eine Unterstützung von 26 Prozent für One Nation – damit liegt die Partei vor der Koalition und ist in Schlagdistanz zur Labor-Partei, der höchste Wert seit dem Durchbruch der Partei im Jahr 1998. Soutphommasane erklärt, dass die Ursachen sich von der britischen Asylboot-Politik unterscheiden; in Australien nähren vor allem Lebenshaltungskosten und Wohnraummangel die Ressentiments. Die Folgen für die Mobilität von Fachkräften sind jedoch ähnlich: härtere Visa-Rhetorik, Vorschläge zur Begrenzung der Nettozuwanderung und Forderungen nach Visa, die „australische Werte“ bevorzugen. Er weist zudem darauf hin, dass sich etablierte Konservative mit einem „Trump-artigen“ Einreiseverbot für Menschen aus Konfliktgebieten wie Gaza oder Somalia anfreunden – eine Politik, die die Arbeitgeber-Sponsoring-Pipelines bei Umsetzung radikal verändern würde. Mobility-Manager sollten diese politischen Entwicklungen genau beobachten. Selbst ohne gesetzliche Änderungen kann die öffentliche Meinung zu strengeren Ermessensspielräumen der Sachbearbeiter, höheren Ablehnungsquoten bei temporären Fachkräftevisa und langsameren Bearbeitungszeiten durch zusätzliche Integritätsprüfungen führen. Die Personalabteilungen sollten daher für alle ab Ende 2026 beginnenden Einsätze von Nicht-Staatsbürgern längere Vorlaufzeiten einplanen und, wo möglich, die Herkunftsmärkte diversifizieren.
Quelle: The Guardian
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