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Ausschuss des EU-Parlaments plant Abstimmung über gemeinsames Rückführungssystem – Fokus auf Italiens Rückführungsbelastung

Feb. 24, 2026
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Ausschuss des EU-Parlaments plant Abstimmung über gemeinsames Rückführungssystem – Fokus auf Italiens Rückführungsbelastung
Der LIBE-Ausschuss des Europäischen Parlaments hat die „Einrichtung eines gemeinsamen EU-Systems für die Rückführung von Drittstaatsangehörigen“ auf die Tagesordnung für den 23. Februar gesetzt, wie im am selben Morgen veröffentlichten Euroagenda-Bulletin zu lesen ist. Obwohl es sich zunächst nur um eine Ausschussabstimmung handelt, berichten Insider aus dem Gesetzgebungsprozess, dass der Entwurf parteiübergreifend unterstützt wird und bereits im April in Trilogverhandlungen gehen könnte. Für Italien – verantwortlich für etwa ein Viertel der EU-Rückführungsanordnungen im Jahr 2025 – könnte der Vorschlag den Zugang zu Brüsseler Fördermitteln für Charterflüge und den Austausch biometrischer Daten erleichtern, was die logistische Belastung mindert, die Rom derzeit schätzungsweise 120 Millionen Euro jährlich kostet. Der Entwurf sieht eine einheitliche digitale Plattform vor, die die Polizeidatenbanken der Mitgliedstaaten mit den Flugmanifesten von Frontex-Charterflügen verbindet, die Aufsicht über Abschiebezentren standardisiert und Leistungskennzahlen im Zusammenhang mit Schengen-Bewertungen einführt. Berater im Bereich der Arbeitsmigration beobachten die Entwicklung genau: Artikel 12 der Verordnung schlägt eine EU-weite „Rückführungsmanagement-Schnittstelle“ vor, die auf den nationalen Visa- und Aufenthaltsdatenbanken aufsetzt. Das italienische Innenministerium hat bereits bestätigt, dass das SIRP-System technisch kompatibel ist, allerdings müssten die Datenschutzbestimmungen geändert werden, um Echtzeit-Datenübermittlungen an Frontex zu ermöglichen – ein Thema, das im Parlament in Rom voraussichtlich für Debatten sorgen wird. Wird das System in der jetzigen Form angenommen, könnte es die Ausstellung von Nulla-Osta-Bescheinigungen für Arbeitgeber beschleunigen, indem Überziehungen schneller überprüft werden. Gleichzeitig könnte es jedoch zu einer strengeren Kontrolle bei der Verlängerung von Arbeitnehmerentsendegenehmigungen führen, falls frühere Ausreisedaten fehlen. Unternehmen sollten daher jetzt ihre Expatriate-Daten prüfen, um sicherzustellen, dass Ausreisestempel oder Beförderungslisten digital vorliegen.
Quelle: ANSA – Euroagenda

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