
Am 25. Februar bestätigte die deutsche Gewerkschaft ver.di einen 48-stündigen landesweiten Streik im kommunalen Bus-, Straßenbahn- und U-Bahn-Verkehr für den 27. und 28. Februar, um den Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen für 100.000 Beschäftigte zu erhöhen. Während S-Bahn- und Fernverkehr der Deutschen Bahn ausgenommen sind, werden grenzüberschreitende Regionalzüge, FlixBus-Verbindungen und Flughafen-Shuttlebusse, die von tschechischen Pendlern genutzt werden, voraussichtlich ausfallen oder stark eingeschränkt sein – insbesondere auf den Strecken Dresden–Prag und München–Prag. Die Tschechischen Bahnen (ČD) kündigen an, die EuroCity-Verbindungen nach Berlin und Hamburg aufrechtzuerhalten, warnen jedoch vor Kettenreaktionen und Verspätungen, sobald Fahrgäste aus dem Nahverkehr die Hauptbahnhöfe überfluten. Unternehmen mit Mitarbeitern, die nach Bayern oder Sachsen pendeln, sollten mit längeren Fahrzeiten rechnen und vorübergehende Homeoffice-Regelungen in Betracht ziehen. Spediteure, die tschechische Autoteile per nächtlichen Straßentransport zu deutschen Werken bringen, erwarten Staus an den Grenzübergängen, da Pendler vermehrt auf den Pkw umsteigen. Prager Reiseveranstalter haben bereits Wochenend-Städtereisenbusse auf Nürnberg und Salzburg umgeleitet, während mehrere MICE-Agenturen ihren Kunden raten, Transfers, die auf den deutschen Nahverkehr angewiesen sind, zu vermeiden. Reise-Risikoberater empfehlen, E-Vignetten für tschechische Firmenwagen rechtzeitig zu besorgen und mindestens 60 Minuten Puffer für mögliche Staus an Grenzübergängen wie Rozvadov und Královec einzuplanen. Obwohl der Streik nur zwei Tage dauern soll, deutet ver.di für März weitere Streikaktionen an, falls keine Einigung erzielt wird. Mobilitätsmanager sollten die Gewerkschaftskanäle im Auge behalten, Reisende über Ersatzfahrkarten informieren und flexible Hotelbuchungen vornehmen, falls Termine in Berlin oder München bis ins Wochenende verlängert werden.
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