
Reisende in Italien oder auf dem Weg dorthin müssen sich auf erneute Störungen einstellen: Das Personal des staatlichen Bahnunternehmens Ferrovie dello Stato (FS) streikt von Freitag, 27. Februar 2026, 21:00 Uhr, bis Samstag, 28. Februar 2026, 20:59 Uhr. Die 24-stündige Arbeitsniederlegung, bestätigt von führenden Verkehrsgewerkschaften, folgt unmittelbar auf einen landesweiten Fluglotsenstreik am 26. Februar, der über 700 Flüge zum Erliegen brachte. Betroffen sind alle Fernverkehrszüge wie Frecciarossa, Intercity sowie Regionalzüge, wobei das italienische Gesetz sogenannte „fasce di garanzia“ – garantierte Fahrten in den Morgen- und Abendspitzen – vorschreibt. Trenitalia hat einen Notfahrplan veröffentlicht, doch Branchenexperten warnen, dass sich Verspätungen bei Fahrzeugen und Personal bis Sonntag, den 29. Februar, auswirken könnten – ein zusätzlicher Ärger für Geschäftsreisende mit Terminen am Montag. Der Streik richtet sich gegen stockende Lohnverhandlungen und Personalmangel im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina, bei denen die Gewerkschaften einen starken Nachfrageanstieg erwarten, während die Rekrutierung hinterherhinkt. Mit einer weiteren vierstündigen Streikandrohung der Fluglotsen am 7. März verdeutlichen die Streiks im Februar die strukturellen Spannungen in Italiens Mobilitätsinfrastruktur. Firmenreisemanagement rät, Fahrten in den garantierten Zeitfenstern zu buchen, großzügige Umsteigezeiten einzuplanen und flexible Tickets zu wählen. Nach EU-Verordnung 261/2004 (Luftverkehr) und nationalen Fahrgastrechten (Bahn) müssen Beförderer Erstattungen oder Umbuchungen anbieten, doch Entschädigungen sind bei Streiks eingeschränkt. Im Straßenverkehr wird mit einem Nachfrageanstieg bei Fernbusanbietern wie FlixBus und Itabus gerechnet, während Autovermietungen an großen Flughäfen bereits Engpässe bei Automatikfahrzeugen für das betreffende Wochenende melden. Reisende sollten daher rechtzeitig alternative Bodentransportmittel sichern.
Quelle: Euronews Travel
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