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Italien legt den 1. Juni 2026 als Starttermin für vollständig digitale Schengen- und nationale Visumanträge fest

Feb. 28, 2026
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Italien legt den 1. Juni 2026 als Starttermin für vollständig digitale Schengen- und nationale Visumanträge fest
Das italienische Außenministerium hat bestätigt, dass ab dem 1. Juni 2026 alle Schengen-Kurzaufenthaltsvisa (Typ C) und nationalen Langzeitvisa (Typ D) für Italien über ein einheitliches, staatlich betriebenes Online-Portal abgewickelt werden. Die am 27. Februar 2026 veröffentlichte Ankündigung macht Italien zum ersten großen Schengen-Mitglied, das einen papierlosen Visaprozess einführt – noch vor dem EU-weiten Ein- und Ausreisesystem (EES), das bereits in Betrieb ist, und der ETIAS-Reisegenehmigung, die für Ende 2026 erwartet wird.

Nach dem neuen Modell füllen Antragsteller die Formulare online aus, laden die erforderlichen Dokumente hoch, zahlen die Gebühren und können den Status ihres Antrags in Echtzeit verfolgen – ganz ohne Botschafts- oder Visazentrum-Besuch. Bereits im VIS-Datenbank gespeicherte biometrische Daten werden wiederverwendet, sodass die meisten wiederkehrenden Schengen-Reisenden den Prozess vollständig aus der Ferne abschließen können. Erstbewerber und eine kleine Anzahl komplexer nationaler Visafälle müssen weiterhin einen einzigen persönlichen Termin wahrnehmen, um Fingerabdrücke abzugeben oder ein Interview zu führen.

Italien legt den 1. Juni 2026 als Starttermin für vollständig digitale Schengen- und nationale Visumanträge fest


Für Manager der Unternehmensmobilität hat dies weitreichende Folgen: Inhaber italienischer Arbeitserlaubnisse, die ins Ausland entsandt werden, können ihre Einreisevisa online verlängern, und globale Mobilitätsteams können den Antragsstatus zentral überwachen, statt sich mit mehreren Konsulaten oder externen Dienstleistern auseinanderzusetzen. Personalabteilungen wird empfohlen, Standarddokumente wie Reisepässe, Kontoauszüge, Versicherungsnachweise, Hotelbuchungen oder Mietverträge zu scannen, um die Anforderungen des Portals zu erfüllen.

Das Außenministerium kündigt an, dass im April eine Testumgebung (Sandbox) eröffnet wird, damit Reise- und Relocation-Unternehmen die API-Anbindungen vorab prüfen können. Italiens Schritt beschleunigt den digitalen Wandel im Schengen-Raum: Frankreich, Spanien und Deutschland haben angekündigt, 2027–2028 nachzuziehen, sobald der italienische Pilot stabil läuft. EU-Beamte sehen nationale Portale als ideale Ergänzung zu ETIAS, da sie den Grenzbehörden ein vollständiges digitales Bild von Drittstaatsangehörigen vor der Einreise liefern – ein zentraler Baustein der Brüsseler „Digital Borders“-Strategie.

Reisende müssen weiterhin mit biometrischer Kontrolle am Flughafen im Rahmen des EES rechnen, doch die italienischen Behörden prognostizieren eine Verkürzung der Bearbeitungszeiten um „mindestens 40 %“, da konsularische Mitarbeiter künftig mehr Entscheidungsaufgaben übernehmen statt Dateneingabe. Bis dahin wird Besuchern empfohlen, ihre Pässe mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit zu erneuern und hochauflösende Scans aller erforderlichen Unterlagen vorzubereiten.
Quelle: VisasUpdate

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