
Swiss International Air Lines (SWISS) hat die Aussetzung der Passagierflüge zwischen Zürich und Dubai mindestens bis Freitag, den 6. März, verlängert, nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate wie mehrere Golfstaaten Teile ihres Luftraums nach iranischen Raketenangriffen geschlossen haben. In einer am Morgen des 4. März veröffentlichten Unternehmensmitteilung bestätigte SWISS, dass die Crews den Luftraum der VAE und Zyperns bis zum 6. März meiden und weiterhin Israel, Jordanien, Libanon, Iran, Irak und angrenzende Staaten bis zum 8. März umfliegen werden. Obwohl die Fluggesellschaft betont, dass der Schutz von Passagieren und Besatzung „oberste Priorität“ hat, sind Tausende Geschäftsreisende und Urlauber gezwungen, Anschlussflüge über alternative Drehkreuze wie Doha und Istanbul umzubuchen. Schweizer Reise-Management-Firmen berichten, dass Unternehmen mit Aktivitäten im Golf Notfall-Mobilitätspläne aktivieren, darunter verlängerte Homeoffice-Phasen und Umleitungen wichtiger Mitarbeiter über Charterflüge nach Maskat. Die Situation zeigt, wie schnell geopolitische Krisen sorgfältig geplante Mobilitätsprogramme durcheinanderbringen können. Schweizer Unternehmen mit Verträgen am Festland oder am Dubai International Airport (DXB) sollten ihre Force-Majeure-Klauseln überprüfen, sicherstellen, dass Mitarbeitende in der Travel Admin-App des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten registriert sind, und den Versicherungsschutz bei Reiseunterbrechungen prüfen. Luftfahrtexperten warnen, dass bei anhaltenden Überflugbeschränkungen SWISS Crew-Rotationen und Flugzeugnutzung bis in den Sommerplan hinein anpassen muss, was die Sitzplatzverfügbarkeit auf anderen Langstreckenverbindungen einschränken könnte. Für Mobilitätsverantwortliche lautet der praktische Rat: Reisepläne flexibel halten, Echtzeit-Kontaktlisten für reisende Mitarbeitende pflegen und konsularische Updates aus der Schweiz und den VAE aufmerksam verfolgen. Die aktuelle Lage unterstreicht zudem den Vorteil, vollständig änderbare Firmentarife oder ausgehandelte Ausnahmeregelungen zu buchen, die in Sicherheitskrisen greifen können.
Quelle: SWI swissinfo.ch