
Da die regulären kommerziellen Verbindungen weiterhin stark eingeschränkt sind, kündigte Swiss International Air Lines am 4. März an, am Donnerstag, den 5. März, einen Airbus A340-Rückholflug von Muscat (MCT) nach Zürich durchzuführen, um in der Golfregion gestrandete Schweizer Staatsbürger und Einwohner zurückzubringen. Das Flugzeug wird am Mittwochabend leer nach Oman fliegen und mit Passagieren zurückkehren, die ungenutzte SWISS-Tickets besitzen. SWISS koordinierte die Aktion mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten, nachdem die konsularischen Hotlines innerhalb von drei Tagen über 1.000 Anrufe erhalten hatten. Vorrang haben Reisende, die bereits Hin- und Rückflüge angetreten haben und deren Visa oder Hotelbuchungen bald ablaufen. Obwohl Muscat kein reguläres SWISS-Ziel ist, haben die omanischen Behörden den einmaligen Flug genehmigt und der Airline Überflugrechte über sichere Korridore erteilt, die die gefährlichsten Gebiete umgehen. Die Mobilitätsauswirkungen sind erheblich: Arbeitgeber mit Mitarbeitern in der Golfregion sollten diese umgehend für einen Sitzplatz registrieren, falls kommerzielle Verbindungen weiterhin ausfallen. Zudem sollten Reisende darauf vorbereitet werden, dass nach der Ankunft in Zürich möglicherweise weitere Bodentransfers nötig sind, da Anschlussflüge aufgrund der Rückführungskapazitäten ausgebucht sein könnten. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung der Abstimmung zwischen Fluggesellschaften, Regierungen und Firmenreisemanagern. Unternehmen werden dringend gebeten, die Standortdaten ihrer Mitarbeitenden aktuell zu halten, Notfalltarife vorab zu genehmigen und finanzielle Rücklagen für kurzfristige Ticketbuchungen bei Sonderflügen bereitzuhalten. Außerdem sollten mobile Mitarbeitende daran erinnert werden, die Swiss Travel Admin App zu installieren, um Push-Benachrichtigungen zu Evakuierungsoptionen zu erhalten. Experten gehen davon aus, dass bei anhaltender Unsicherheit in der Region weitere ad-hoc-Rückholflüge folgen könnten, und empfehlen Unternehmen, gestufte Evakuierungspläne zu entwickeln, die innerhalb von 24 Stunden aktiviert werden können.
Quelle: SWI swissinfo.ch