
AirHelp bestätigt: Italienischer Fluglotsenverband ENAV plant 24-Stunden-Streik am Samstag, 7. März – nur eine Woche nach dem Februar-Ausstand. Ryanair und Aer Lingus rechnen zwar nicht mit flächendeckenden Ausfällen, doch Reisende von Dublin, Cork und Belfast nach Mailand, Rom und Venedig sollten mit Verzögerungen und kurzfristigen Flugplanänderungen rechnen. Nach EU-Verordnung 261 gelten Streiks von externem Fluglotsenpersonal als „außergewöhnlich“, daher sind Airlines nicht verpflichtet, Entschädigungen zu zahlen, müssen aber Umbuchungen, Erstattungen und Betreuung bei längeren Verspätungen anbieten. Airlines haben Kulanzcodes herausgegeben, mit denen irische Passagiere kostenlos Reisedaten ändern können. Geschäftsreisende werden angehalten, Meetings virtuell abzuhalten oder Pufferzeiten um das Wochenende einzuplanen. Logistikunternehmen warnen, dass Fracht in Passagierflugzeugen – insbesondere Pharmazeutika und E-Commerce-Pakete – sich bis in die Folgewoche verzögern könnte, da die Kapazitäten im Frachtraum knapp werden. Der italienische Streik fällt in die Hochsaison der Ski-Charterflüge, was den Druck auf alternative Routen über München und Zürich erhöht. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, dass bei unvorhergesehenen Aufenthalten im Schengen-Raum eventuell aktualisierte A1-Bescheinigungen oder Meldungen für entsandte Arbeitnehmer nötig sind. Der Konflikt dreht sich um Personalstärke und inflationsgerechte Lohnanpassungen. Gewerkschaften haben weitere „Blitzstreiks“ angekündigt, falls die Verhandlungen scheitern. Irische Firmen mit regelmäßigen Italien-Einsätzen sollten daher frühzeitig Bahn-Alternativen oder Homeoffice-Regelungen genehmigen.
Quelle: AirHelp
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