
Als Reaktion auf die nach dem Winter gestiegene Nachfrage nach Geschäftsreisen nach Asien kündigte die Lufthansa Group am 10. März an, dass ihre Tochtergesellschaft Austrian Airlines in diesem Monat zehn zusätzliche Flüge zwischen Wien und Bangkok durchführen wird. Die Muttergesellschaft Lufthansa erhöht gleichzeitig die Frequenzen auf den Strecken München–Singapur und Frankfurt–Kapstadt und baut auch die Verbindungen Frankfurt–Riad aus. Die zusätzlichen Wien–Bangkok-Flüge starten über Nacht, sodass Reisende am selben Tag Anschluss an das Star Alliance-Netzwerk in Südostasien erhalten. Austrian Airlines setzt auf Boeing 777-200ER mit drei Klassen und dem verbesserten „Sleeper’s Row“-Produkt in der Economy-Klasse – ein Angebot, das besonders für kostenbewusste Projektteams attraktiv ist, die keine Business Class buchen können. Für Unternehmen entspannt die erhöhte Kapazität eine zuvor kritische Engpasssituation: Die Ankünfte im thailändischen Tourismus liegen bereits bei 108 % des Niveaus von 2019, und die Sitzplatzverfügbarkeit ab Wien lag bei einigen Abflügen im März unter 60 %. Reiseeinkäufer können mit vorübergehenden Tarifentlastungen auf dieser Strecke rechnen und Überlaufverkehr auf benachbarte Drehkreuze wie München oder Zürich umleiten. Auch Frachtmanager profitieren: Lufthansa Cargo vermarktet Frachtraum im Frachtraum der zusätzlichen Flüge, wodurch zeitkritische Elektronik- und Pharma-Sendungen pro Rotation vier zusätzliche Palettenplätze erhalten und die Tür-zu-Tür-Laufzeiten für österreichische Exporteure verkürzt werden. Die Konzernleitung betont, dass bei anhaltend hoher Buchungslage weitere Kapazitäten für Afrika und den Nahen Osten kurzfristig hinzugefügt werden könnten. Mobilitätsplaner sollten die OAG-Updates im Auge behalten und sicherstellen, dass die Visabeschaffungszeiten für Thailand mit dem schnelleren Ausbau der Verbindungen Schritt halten.
Quelle: Aviation24.be