
Ein 48-stündiger Streik, ausgerufen von der deutschen Pilotenvereinigung Vereinigung Cockpit (VC), wird zwischen dem 12. März um 00:01 Uhr und dem 13. März um 23:59 Uhr bis zu 90 % der Lufthansa-Hauptlinienflüge, Lufthansa Cargo und CityLine-Flüge ab deutschen Flughäfen lahmlegen. Obwohl die Konzerngesellschaften SWISS, Austrian Airlines und Edelweiss nicht streiken, führen enge Flugzeugrotationen und Crew-Positionierungen dazu, dass auch die Flugpläne in Zürich und Genf mit Folgeverspätungen rechnen müssen, da Flugzeuge und Crews umverteilt werden. Für die Schweizer Airlines ist der größte Ärger der Ausfall der Zubringerflüge aus Frankfurt und München, die viele interkontinentale Verbindungen stützen. Reiseleiter bei Novartis und ABB berichteten lokalen Medien, dass sie Hunderte Mitarbeiter auf SWISS-Flüge über Brüssel und Paris umgebucht haben, warnten jedoch, dass die Verfügbarkeiten für Ausweichverbindungen schnell schwinden. Nach EU-Verordnung 261/2004 haben Passagiere, deren Flüge weniger als 14 Tage vor Abflug gestrichen werden, Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 €, da die Störung durch eigenes Personal der Airline verursacht wird. Umzugsdienstleister sollten die Betroffenen daran erinnern, Bordkarten sowie Belege für Hotels oder Mahlzeiten aufzubewahren, da diese Kosten erstattungsfähig sind. Die VC erklärt den Streik als Reaktion auf festgefahrene Verhandlungen über Pensionsbeiträge und Cockpit-Gehaltsstrukturen. Analysten der Zürcher Kantonalbank schätzen, dass der Ausstand der Lufthansa-Gruppe direkte Einnahmeverluste von über 35 Millionen Euro bescheren könnte – noch ohne Berücksichtigung von Entschädigungsforderungen. Reisenden mit kritischen Anschlussflügen zwischen der Schweiz und dem Asien-Pazifik-Raum oder Amerika wird geraten, deutsche Drehkreuze bis zur Wiederaufnahme des Normalbetriebs am 14. März komplett zu meiden. Die Umsteigeverbindungen über Paris-CDG, Amsterdam oder direkte SWISS-Langstreckenflüge bleiben die verlässlichste Alternative.
Quelle: Flight-Delayed.com
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