
Firmenreisemanager in der Schweiz bereiten sich auf eine neue Welle von Störungen vor, nachdem sowohl die Vereinigung Cockpit (VC) als auch die Kabinengewerkschaft Ufo für Donnerstag, den 12. Februar 2026, zu einem 24-stündigen Streik bei Lufthansa aufgerufen haben. Der koordinierte Ausstand betrifft alle Passagier- und Frachtflüge ab Deutschland – das Rückgrat zahlreicher täglicher Zubringerflüge, die Schweizer Führungskräfte zu Langstreckenverbindungen über Frankfurt und München bringen.
Lufthansa warnte am Dienstagabend, dass noch keine endgültige Liste der Ausfälle vorliegt, räumte aber ein, dass „Kunden automatisch informiert werden, wenn ihr Flug betroffen ist.“ Branchenanalysten gehen davon aus, dass der Großteil der über 800 täglichen Abflüge der Airline ausfällt, da sowohl Cockpit- als auch Kabinenpersonal beteiligt sind. SWISS, eng mit Lufthansa über die Star Alliance verbunden, bereitet sich darauf vor, Reisende ab Zürich auf alternative Routen umzubuchen, doch inmitten der Schulferienzeit sind nur wenige Plätze verfügbar.
Für den Schweizer Markt könnte der Zeitpunkt kaum ungünstiger sein. Viele Pharma- und Ingenieurunternehmen mit Sitz in Basel und Zürich sind auf frühmorgendliche Lufthansa-Shuttles angewiesen, um noch am selben Tag Meetings in Nordamerika und Asien zu erreichen. Da die Deutsche Bahn im Winter bereits mit reduzierter Kapazität fährt, dürften die Tür-zu-Tür-Reisezeiten deutlich ansteigen. Reiseexperten empfehlen, bereits am Vorabend zu fliegen oder Umsteigeverbindungen über Paris, Amsterdam oder Wien zu wählen.
Der Arbeitskonflikt schwelt seit Herbst. Die VC fordert höhere Arbeitgeberbeiträge für die Übergangs- und Altersversorgung der Piloten, während Ufo einen umfassenden Sozialplan zum Schutz von 800 Arbeitsplätzen verlangt, die durch die Wachstumsstrategie der Airline in günstigere Tochtergesellschaften wie City Airlines und Discover gefährdet seien. Das Management hält solche Zugeständnisse für eine Gefahr der Rentabilität.
Aus mobilitätspolitischer Sicht zeigt der Streik die Verwundbarkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft gegenüber Arbeitskämpfen im Ausland. Obwohl die Schweizer Flughäfen betriebsbereit bleiben, führt die Abhängigkeit von Hub-Verbindungen dazu, dass ein deutscher Streik Geschäftsreisende bei der Ein- und Ausreise aus der Schweiz blockieren kann. Unternehmen mit Vielfliegerprogrammen aktualisieren ihre Notfallpläne und erinnern ihre Mitarbeitenden daran, Belege für Umwege aufzubewahren.
Sollten die Verhandlungen scheitern, sind weitere Streiks möglich, die mit dem Reisehoch in der zweiten Februarhälfte zusammenfallen könnten. Schweizer HR- und Global-Mobility-Teams stehen daher vor einer dringenden Aufgabe: Kritische Reisen für den Rest des Monats zu prüfen und Redundanzen wie Doppelbuchungen oder virtuelle Teilnahmeoptionen einzuplanen.
Lufthansa warnte am Dienstagabend, dass noch keine endgültige Liste der Ausfälle vorliegt, räumte aber ein, dass „Kunden automatisch informiert werden, wenn ihr Flug betroffen ist.“ Branchenanalysten gehen davon aus, dass der Großteil der über 800 täglichen Abflüge der Airline ausfällt, da sowohl Cockpit- als auch Kabinenpersonal beteiligt sind. SWISS, eng mit Lufthansa über die Star Alliance verbunden, bereitet sich darauf vor, Reisende ab Zürich auf alternative Routen umzubuchen, doch inmitten der Schulferienzeit sind nur wenige Plätze verfügbar.
Für den Schweizer Markt könnte der Zeitpunkt kaum ungünstiger sein. Viele Pharma- und Ingenieurunternehmen mit Sitz in Basel und Zürich sind auf frühmorgendliche Lufthansa-Shuttles angewiesen, um noch am selben Tag Meetings in Nordamerika und Asien zu erreichen. Da die Deutsche Bahn im Winter bereits mit reduzierter Kapazität fährt, dürften die Tür-zu-Tür-Reisezeiten deutlich ansteigen. Reiseexperten empfehlen, bereits am Vorabend zu fliegen oder Umsteigeverbindungen über Paris, Amsterdam oder Wien zu wählen.
Der Arbeitskonflikt schwelt seit Herbst. Die VC fordert höhere Arbeitgeberbeiträge für die Übergangs- und Altersversorgung der Piloten, während Ufo einen umfassenden Sozialplan zum Schutz von 800 Arbeitsplätzen verlangt, die durch die Wachstumsstrategie der Airline in günstigere Tochtergesellschaften wie City Airlines und Discover gefährdet seien. Das Management hält solche Zugeständnisse für eine Gefahr der Rentabilität.
Aus mobilitätspolitischer Sicht zeigt der Streik die Verwundbarkeit der exportorientierten Schweizer Wirtschaft gegenüber Arbeitskämpfen im Ausland. Obwohl die Schweizer Flughäfen betriebsbereit bleiben, führt die Abhängigkeit von Hub-Verbindungen dazu, dass ein deutscher Streik Geschäftsreisende bei der Ein- und Ausreise aus der Schweiz blockieren kann. Unternehmen mit Vielfliegerprogrammen aktualisieren ihre Notfallpläne und erinnern ihre Mitarbeitenden daran, Belege für Umwege aufzubewahren.
Sollten die Verhandlungen scheitern, sind weitere Streiks möglich, die mit dem Reisehoch in der zweiten Februarhälfte zusammenfallen könnten. Schweizer HR- und Global-Mobility-Teams stehen daher vor einer dringenden Aufgabe: Kritische Reisen für den Rest des Monats zu prüfen und Redundanzen wie Doppelbuchungen oder virtuelle Teilnahmeoptionen einzuplanen.
Quelle: WELT (dpa wire)