
Eine eisige Kältewelle über Mitteleuropa hat Swiss International Air Lines (SWISS) seit Wochenbeginn dazu gezwungen, 57 Flüge zu streichen. Mehr als 7.400 Passagiere sitzen fest, und stark frequentierte Geschäftsverbindungen zwischen Zürich und wichtigen Drehkreuzen wie Amsterdam, Berlin und Frankfurt sind erheblich gestört. Am Freitag, den 13. Februar, warnte die Airline, dass weitere Flugausfälle am Wochenende „unvermeidbar“ seien, da die Temperaturen auf dem Schweizer Mittelland über Nacht auf –10 °C gefallen sind. Dies erschwert die Enteisungsarbeiten und zwingt den Flughafen Zürich, mit reduzierter Kapazität zu operieren. (swissobserver.ch)
Die Fluggesellschaft hat einen Krisenstab („War Room“) eingerichtet, Mitarbeiter in den vordersten Kundenservice-Bereich versetzt und seltene Ausnahmen von der nächtlichen Flugbeschränkung beim Bundesamt für Zivilluftfahrt erwirkt, um Langstreckenflüge zu schützen. Dennoch wirkt sich der wetterbedingte Engpass bereits auf europäische Flugpläne aus, mit Verzögerungen bei Partnern der Lufthansa-Gruppe und Codeshare-Flügen, die den interkontinentalen Verkehr in die Finanzzentren der Schweiz lenken. (swissobserver.ch)
Für Mobility Manager in Unternehmen kommt die Situation ungelegen. Der Februar ist Hochsaison für Projektstarts nach den Feiertagen, und viele multinationale Unternehmen sind auf Tagesrückflüge zwischen Zürich und den Wirtschaftszentren an der Nordsee angewiesen. Für Reisende mit Visum stellt das neue EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) eine zusätzliche Herausforderung dar: Die Grenzkontrollen dauern länger, was den Spielraum für kurzfristige Umleitungen über Genf oder Basel verringert. Verpasste Anschlussflüge könnten zudem die Berechnung der 90-Tage-Schengen-Aufenthalte im EES ungültig machen – ein wichtiger Compliance-Aspekt für Vielflieger.
SWISS empfiehlt Passagieren, ihre Kontaktdaten in der Airline-App aktuell zu halten, um automatische Umbuchungsbenachrichtigungen zu erhalten, und rät Reisenden mit flexiblen Tickets, nicht dringende Reisen zu verschieben. Mobility-Teams sollten die Duty-of-Care-Dashboards im Blick behalten, um Übernachtungen ihrer Mitarbeiter zu koordinieren, und sicherstellen, dass die Profile bei den Travel Management Companies (TMC) Winterwetter-Ausnahmecodes enthalten, damit Hotel- und Verpflegungskosten schnell erstattet werden. Unternehmen, die auf der Strecke Zürich–Frankfurt auf Bahn-Flug-Kombinationen setzen, könnten vorübergehend komplett auf Hochgeschwindigkeitszüge umsteigen, bis die Kältefront vorüber ist.
Meteorologen von MeteoSwiss rechnen damit, dass die Minustemperaturen bis Anfang nächster Woche anhalten. Die Zahl der Flugausfälle dürfte daher weiter steigen. Obwohl die Betriebsstörungen nur vorübergehend sind, zeigt die Episode die Anfälligkeit der engen Umsteigezeiten an Schweizer Drehkreuzen – ein Faktor, den Mobility-Planer in ihre Notfallpläne für die Hochsaison 2026 unbedingt einbeziehen sollten.
Die Fluggesellschaft hat einen Krisenstab („War Room“) eingerichtet, Mitarbeiter in den vordersten Kundenservice-Bereich versetzt und seltene Ausnahmen von der nächtlichen Flugbeschränkung beim Bundesamt für Zivilluftfahrt erwirkt, um Langstreckenflüge zu schützen. Dennoch wirkt sich der wetterbedingte Engpass bereits auf europäische Flugpläne aus, mit Verzögerungen bei Partnern der Lufthansa-Gruppe und Codeshare-Flügen, die den interkontinentalen Verkehr in die Finanzzentren der Schweiz lenken. (swissobserver.ch)
Für Mobility Manager in Unternehmen kommt die Situation ungelegen. Der Februar ist Hochsaison für Projektstarts nach den Feiertagen, und viele multinationale Unternehmen sind auf Tagesrückflüge zwischen Zürich und den Wirtschaftszentren an der Nordsee angewiesen. Für Reisende mit Visum stellt das neue EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) eine zusätzliche Herausforderung dar: Die Grenzkontrollen dauern länger, was den Spielraum für kurzfristige Umleitungen über Genf oder Basel verringert. Verpasste Anschlussflüge könnten zudem die Berechnung der 90-Tage-Schengen-Aufenthalte im EES ungültig machen – ein wichtiger Compliance-Aspekt für Vielflieger.
SWISS empfiehlt Passagieren, ihre Kontaktdaten in der Airline-App aktuell zu halten, um automatische Umbuchungsbenachrichtigungen zu erhalten, und rät Reisenden mit flexiblen Tickets, nicht dringende Reisen zu verschieben. Mobility-Teams sollten die Duty-of-Care-Dashboards im Blick behalten, um Übernachtungen ihrer Mitarbeiter zu koordinieren, und sicherstellen, dass die Profile bei den Travel Management Companies (TMC) Winterwetter-Ausnahmecodes enthalten, damit Hotel- und Verpflegungskosten schnell erstattet werden. Unternehmen, die auf der Strecke Zürich–Frankfurt auf Bahn-Flug-Kombinationen setzen, könnten vorübergehend komplett auf Hochgeschwindigkeitszüge umsteigen, bis die Kältefront vorüber ist.
Meteorologen von MeteoSwiss rechnen damit, dass die Minustemperaturen bis Anfang nächster Woche anhalten. Die Zahl der Flugausfälle dürfte daher weiter steigen. Obwohl die Betriebsstörungen nur vorübergehend sind, zeigt die Episode die Anfälligkeit der engen Umsteigezeiten an Schweizer Drehkreuzen – ein Faktor, den Mobility-Planer in ihre Notfallpläne für die Hochsaison 2026 unbedingt einbeziehen sollten.
Quelle: Swiss Observer