
Reisende, die am Flughafen Adolfo Suárez Madrid-Barajas umsteigen, sehen sich neuen betrieblichen Herausforderungen gegenüber: Das Wartungspersonal des automatisierten Gepäckfördersystems (SATE) hat heute, am 12. März 2026, mit einer Reihe von rollierenden zweistündigen Streiks begonnen. Die Arbeitsniederlegungen finden bis zum 31. Mai jeden Donnerstag und Sonntag jeweils von 05:00 bis 07:00 Uhr und von 13:00 bis 15:00 Uhr statt. Das Verkehrsministerium hat Mindestdienstleistungen angeordnet, die vorschreiben, dass 50 Prozent des Systems funktionsfähig bleiben müssen. Dennoch warnen Fluggesellschaften, dass die Stoßzeiten mit ankommenden Flügen – insbesondere aus Amerika und dem Nahen Osten – mit den Streikzeiten am Morgen zusammenfallen. Obwohl der Flugverkehr nicht direkt betroffen ist, könnten verspätete Gepäckauslieferungen dazu führen, dass Anschlusszüge oder Weiterflüge verpasst werden. Geschäftsreiseteams sollten ihren Mitarbeitern empfehlen, wenn möglich nur mit Handgepäck zu reisen und großzügigere Anschlusszeiten einzuplanen. Kuriere für zeitkritische Sendungen (pharmazeutische Proben, Messematerialien) müssen möglicherweise auf Frachtverkehre über Barcelona oder Lissabon ausweichen. Der Streik verdeutlicht die anhaltenden sozialen Spannungen im spanischen Luftfahrtsektor aufgrund von Gehaltsstagnation und dem Tempo der Automatisierungsinvestitionen. Die Gewerkschaften kritisieren, dass die SATE-Anlagen unter chronischen Störungen leiden, weil notwendige Modernisierungen verzögert wurden; AENA entgegnet, dass eine 95-Millionen-Euro-Ausschreibung für die Erneuerung auf die Genehmigung der Regierung wartet. Sollten die Verhandlungen scheitern, drohen die Gewerkschaften mit einer 24-stündigen Arbeitsniederlegung während der ersten Sommerferienwelle Ende Juni – ein Szenario, das erhebliche Auswirkungen auf die Europa-Lateinamerika-Geschäftsverbindungen hätte, die Madrid als Drehkreuz nutzen.
Quelle: Travelface Alerts