
Die Sicherheitslage im Golf hat sich über Nacht weiter verschärft, nachdem das Innenministerium der VAE kurz nach Mitternacht am 15. März eine Notfallwarnung herausgab und die Bewohner vor „einer glaubwürdigen ankommenden Raketenbedrohung“ warnte. Die Warnung folgte auf fast zwei Wochen iranischer Drohnen- und Raketenangriffe, die wiederholt zu vorübergehenden Schließungen des Dubai International Airport (DXB) und anderer wichtiger Verkehrsknotenpunkte führten. Laut öffentlich zugänglichen Flugdaten und NOTAMs wurde der Flugbetrieb auf der Start- und Landebahn des DXB in der frühen Morgenwelle der Warnungen für 43 Minuten eingestellt, bevor er schrittweise auf einer einzigen Bahn unter Sichtbehinderungsprozeduren wieder aufgenommen wurde. Obwohl der Luftraum der VAE vor Tagesanbruch wieder geöffnet wurde, entschieden sich indische Fluggesellschaften für eine vorsichtige Vorgehensweise. Mehrere Flüge von Air India und IndiGo nach Delhi, Mumbai und Kochi wurden umgeplant, und mindestens ein Air India Express-Flug (IX 384 nach Thiruvananthapuram) wurde komplett gestrichen, was eine Kettenreaktion verpasster Inlandsanschlüsse in Indien auslöste. Reisende berichteten, dass sie Umbuchungsmitteilungen erst am Flughafen erhielten; ein Beitrag in einem Passagierforum um 01:40 GST lautete: „Air India Express hat gerade unseren Mitternachtsflug nach Indien gestrichen, ohne eine Alternative anzubieten.“ Indische Geschäftsreisemanager raten ihren Kunden, die in den Golf reisen, Zeitpuffer von 8 bis 12 Stunden in ihre Reisepläne einzubauen oder Umwege über Muscat oder Jeddah zu nehmen, die beide weiterhin in Betrieb sind. Reise-Risikoberater empfehlen zudem, für Entsandte in Dubai und Abu Dhabi Notfall-Tracking-Protokolle zu aktivieren, da den Bewohnern inzwischen Raketenabwehrwarnungen auf ihre Handys gesendet werden. Organisationen mit zeitkritischer Fracht haben begonnen, wertvolle Sendungen über Doha und Salalah umzuleiten, was zwar erhebliche zusätzliche Transportkosten verursacht, aber das Risiko plötzlicher Flughafenschließungen verringert. Für Mobilitätsprogramme hat die Fürsorgepflicht oberste Priorität: Expatriates müssen über aktuelle Kontaktdaten, Anweisungen zum Verbleib an Ort und Stelle sowie Zugang zu Evakuierungsflügen verfügen, falls sich die Sicherheitslage verschlechtert. Langfristig könnten anhaltende Unterbrechungen am weltweit verkehrsreichsten internationalen Flughafen indische Multinationale dazu zwingen, Entsendungspakete zu überdenken, die auf wöchentliche Pendelflüge nach Dubai für regionale Kundenarbeit setzen. Versicherer haben bereits Kriegskosten-Zuschläge für Flüge durch den Luftraum der Emirate angekündigt – eine Kostensteigerung, die bald in die Budgets für Geschäftsreisen einfließen könnte.
Quelle: Wikipedia & passenger reports