
Nur wenige Stunden vor dem Raketenalarm, der Dubai erschütterte, traf ein separater iranischer Drohnenangriff am 14. März den Hafen von Fujairah und löste Brände aus, die die Ölverladung und Containerabfertigung vorübergehend zum Erliegen brachten. Der Angriff ist der erste direkte Treffer auf den strategisch wichtigen Ostküstenhafen im Zuge der aktuellen Eskalation zwischen Iran und dem Golf und erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem indische Exporteure zunehmend ihre Fracht dorthin verlagert hatten, um Staus an Dubais Westküste zu umgehen. Während die Notfalldienste der VAE das Feuer innerhalb von drei Stunden unter Kontrolle brachten, informierten Terminalbetreiber Spediteure über mögliche Änderungen bei den Liegeplätzen und Verzögerungen bei weniger zeitkritischen Containern. Indische Reedereien, die Fujairah anlaufen – insbesondere solche mit Autoteilen aus Chennai und Bengaluru für den Weitertransport nach Afrika – müssen nun mit Verzögerungen von 24 bis 48 Stunden rechnen. Mehrere Drittanbieter-Logistikunternehmen (3PL) mit hochwertigen Elektroniklieferungen haben ihre Schiffe nach Sohar im Oman umgeleitet, was zusätzliche Lkw-Kosten für den Rücktransport zu den Verteilzentren in den VAE verursacht. Für indische Unternehmen, die Fujairah als Freihandelszone für Konsolidierungen nutzen, ist die größere Sorge die Versicherung: Die Zuschläge für Kriegsschäden auf Frachtversicherungen wurden über Nacht um 35 % erhöht, und Versicherer signalisieren weitere Steigerungen, falls die Angriffe anhalten. Mobilitätsprogramme, die Personal oder Projektfracht für Energie-EPC-Verträge an der Ostküste der VAE verlagern, sollten ihre Risikobudgets überprüfen und klären, ob höhere Gewalt-Klauseln Drohnenangriffe abdecken. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass der Hafen zwar weiterhin operativ ist, wiederholte Unterbrechungen jedoch die schrittweise Verlagerung der Golf-Logistik von Indien hin zu alternativen Toren wie dem Jeddah Islamic Port in Saudi-Arabien und der Duqm SEZ im Oman beschleunigen könnten – beide positionieren sich als alternative Zugangspunkte für den südasiatischen Handel. Diese Routen bedeuten jedoch längere Landtransporte zurück in die VAE, was die Kosten und die Zollabwicklung für zeitkritische Sendungen erhöht.