
Die Wahllokale schlossen am Montag, den 23. März, um 15:00 Uhr in Italiens richtungsweisendem Verfassungsreferendum zur Justizreform von Meloni-Nordio. Im Mittelpunkt steht die Trennung der Karrieren von Richtern und Staatsanwälten, doch besonders Fachleute für Wirtschafts- und Einwanderungsrecht beobachten die Reform genau: Sie sieht die Einrichtung eines neuen Obersten Disziplinargerichts vor und soll das Verwaltungsverfahren straffen, was zu schnelleren Entscheidungen bei Visumsablehnungen, Abschiebungen und Abstammungsbürgerschaft führen könnte.
Im Vorfeld stellte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Reform als notwendig dar, um die Politik in den Bereichen Sicherheit und irreguläre Migration zu „entblocken“, die ihrer Ansicht nach von „roten Richtern“ behindert werde. Die Kampagne verband ein Ja mit schnelleren Abschiebungen und dem geplanten Abschiebezentrum für Migranten ohne Papiere in Albanien. Laut ersten Hochrechnungen liegt das Ja-Lager knapp vorne, endgültige Ergebnisse des Innenministeriums werden jedoch erst spät am Montagabend erwartet.
Bei Annahme der Reform würden die Berufungsfristen vor den regionalen Verwaltungsgerichten (TAR) von 60 auf 30 Tage verkürzt und bestimmte Einwanderungsangelegenheiten an spezialisierte Kammern übertragen – eine Änderung, die von Unternehmensjuristen begrüßt wird, die derzeit bis zu 18 Monate auf Entscheidungen zu Arbeitserlaubnisstreitigkeiten warten müssen. Kritiker, darunter die Nationale Richtervereinigung, warnen vor einer Politisierung und einer Schwächung der richterlichen Unabhängigkeit und befürchten eine bloße Absegnung von Abschiebebeschlüssen.
Für HR-Mobilitätsteams könnten schnellere Verwaltungsverfahren zwar zu rascherer Klarheit bei umstrittenen Nulla-Osta-Ablehnungen und Staatsbürgerschaftsanträgen führen, gleichzeitig aber auch weniger Zeit für die Beweissammlung bedeuten. Unternehmen wird geraten, Vollmachtsregelungen mit externen Anwälten zu überprüfen und mit höheren Vorlaufkosten für Rechtsstreitigkeiten zu rechnen, da sich die Verfahrensfristen verkürzen.
Unabhängig vom Ausgang hat das Referendum die Einwanderungspolitik Italiens vor den EU-Wahlen im Juni wieder in den Fokus gerückt. Beobachter erwarten neue Verordnungen zur Rückkehrzusammenarbeit mit Tunesien und, falls die Reform scheitert, eine Regierungsumbildung, die das Flussi-Dekret 2025 verzögern könnte.
Im Vorfeld stellte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni die Reform als notwendig dar, um die Politik in den Bereichen Sicherheit und irreguläre Migration zu „entblocken“, die ihrer Ansicht nach von „roten Richtern“ behindert werde. Die Kampagne verband ein Ja mit schnelleren Abschiebungen und dem geplanten Abschiebezentrum für Migranten ohne Papiere in Albanien. Laut ersten Hochrechnungen liegt das Ja-Lager knapp vorne, endgültige Ergebnisse des Innenministeriums werden jedoch erst spät am Montagabend erwartet.
Bei Annahme der Reform würden die Berufungsfristen vor den regionalen Verwaltungsgerichten (TAR) von 60 auf 30 Tage verkürzt und bestimmte Einwanderungsangelegenheiten an spezialisierte Kammern übertragen – eine Änderung, die von Unternehmensjuristen begrüßt wird, die derzeit bis zu 18 Monate auf Entscheidungen zu Arbeitserlaubnisstreitigkeiten warten müssen. Kritiker, darunter die Nationale Richtervereinigung, warnen vor einer Politisierung und einer Schwächung der richterlichen Unabhängigkeit und befürchten eine bloße Absegnung von Abschiebebeschlüssen.
Für HR-Mobilitätsteams könnten schnellere Verwaltungsverfahren zwar zu rascherer Klarheit bei umstrittenen Nulla-Osta-Ablehnungen und Staatsbürgerschaftsanträgen führen, gleichzeitig aber auch weniger Zeit für die Beweissammlung bedeuten. Unternehmen wird geraten, Vollmachtsregelungen mit externen Anwälten zu überprüfen und mit höheren Vorlaufkosten für Rechtsstreitigkeiten zu rechnen, da sich die Verfahrensfristen verkürzen.
Unabhängig vom Ausgang hat das Referendum die Einwanderungspolitik Italiens vor den EU-Wahlen im Juni wieder in den Fokus gerückt. Beobachter erwarten neue Verordnungen zur Rückkehrzusammenarbeit mit Tunesien und, falls die Reform scheitert, eine Regierungsumbildung, die das Flussi-Dekret 2025 verzögern könnte.
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