
Chicago | Washington | Los Angeles – Zehntausende Menschen haben am Samstag in mindestens 30 US-Städten unter dem Motto „No Kings 3.0“ demonstriert, einem koordinierten Aktionstag gegen Präsident Trumps Einwanderungs- und Außenpolitik. Während die Basisproteste überwiegend friedlich verliefen, kam es für Mobilitätsmanager zu erheblichen Störungen, da Marschrouten wichtige Zufahrtsstraßen zu Gerichtsgebäuden, Passbehörden und mehreren USCIS-Außenstellen blockierten. In Washington, D.C., füllten die Organisatoren die National Mall vom Capitol-Reflektionsbecken bis zur 14th Street NW, was zu Umleitungen bei Metrobuslinien und vorübergehenden Straßensperrungen rund um die USCIS-Zentrale im Südwesten führte. In Chicago strömten die Kundgebungen im Grant Park auf die Columbus Drive, was zu Verzögerungen bei Shuttle-Bussen zum Flughafen Midway führte. In Los Angeles marschierten Demonstranten vom Pershing Square zum Edward Roybal Federal Building, wo USCIS biometrische Termine durchführt, was die Behörde dazu veranlasste, die Interviews am Samstag neu zu terminieren. Die Proteste, die dritte „No Kings“-Mobilisierung seit 2025, wurden durch neue ICE-Razzien am Arbeitsplatz im Rahmen der Operation Salvo sowie durch die anhaltende DHS-Schließung ausgelöst. Gewerkschaften wie die AFL-CIO schlossen sich Einwanderungsrechtsgruppen an und verstärkten die Teilnehmerzahlen in den industriellen Zentren des Mittleren Westens, wo viele H-1B- und TN-Fachkräfte beschäftigt sind. Für Arbeitgeber bedeutete dies vor allem logistische Probleme: verpasste Einbürgerungsinterviews, abgesagte InfoPass-Termine und Mitarbeiter, die ihre Büros in den Innenstädten nicht erreichen konnten. Einige Anwaltskanzleien rieten ausländischen Staatsangehörigen mit zeitkritischen biometrischen Terminen, eine Notfall-Neuterminierung zu beantragen, um ein Nichterscheinen zu vermeiden. Die übergeordnete Bedeutung liegt im Bereich des Ansehens: Mehrere Fortune-100-Unternehmen wurden in Reden namentlich genannt, weil sie angeblich mit ICE-Prüfungen kooperieren – ein Hinweis darauf, dass Unternehmensprogramme zur Einwanderung stark im öffentlichen Fokus stehen. Die Stadtbehörden meldeten nur vereinzelt Festnahmen. Das Verkehrsministerium warnte jedoch, dass die rollierenden Straßensperrungen in New York und Seattle bis Montag andauern könnten, während Teams die Bühnenausrüstung abbauen. Globale Mobilitätsteams sollten lokale Warnungen im Auge behalten und für Fahrten vom Flughafen ins Stadtzentrum in protestbetroffenen Regionen mehr Zeit einplanen.
Quelle: Wikipedia (Current events page)
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