
Eine am 30. März 2026 veröffentlichte Analyse des Branchenportals Travel & Tour World warnt, dass das neue Ein- und Ausreisesystem Europas (EES) – das bereits teilweise in Betrieb ist – die italienische Grenzpolizei ab dem 31. März 2026 dazu verpflichtet, von allen Nicht-EU-Reisenden Fingerabdrücke und Gesichtsaufnahmen zu erfassen. Mit dem Osterreiseverkehr, der diese Woche seinen Höhepunkt erreicht, berichten die Gewerkschaften an den Flughäfen Rom Fiumicino und Mailand Malpensa, dass die Personalstärke weiterhin um 20 % unter den Empfehlungen des Innenministeriums liegt.
Das EES ersetzt das manuelle Abstempeln von Pässen durch eine biometrische Datenbank, die von EU-LISA verwaltet wird. An italienischen Flughäfen gilt ein hybrides Modell: Etwa die Hälfte der Drittstaatsangehörigen wird noch über traditionelle Kontrollstellen abgefertigt, während die sogenannten e-Gates bei einigen Nationalitäten bereits Fingerabdrücke erfassen. Ab dem 31. März müssen Grenzbeamte alle Erstankömmlinge registrieren, ein Vorgang, der laut Fluggesellschaften zwei bis drei Minuten pro Passagier zusätzlich in Anspruch nehmen kann, falls die Kioske ausfallen oder Reisende mit dem Verfahren nicht vertraut sind.
Die italienische Luftfahrtbehörde ENAC prognostiziert, dass die Wartezeiten zu Spitzenzeiten am Flughafen Fiumicino ohne zusätzliche Kontrollspuren bis zu 90 Minuten betragen könnten. Das Verkehrsministerium eilt, um 120 weitere Selbstbedienungskioske an fünf Flughäfen zu installieren, und hat Überstunden für 600 Grenzpolizisten während der Osterzeit genehmigt.
Unterdessen fordert der Reiseveranstalter Tour Operator Italia, der Gruppenvisa für Kreuzfahrtreedereien abwickelt, die Fluggesellschaften auf, Ankünfte zeitlich zu staffeln und biometrische Daten dort vorzuerheben, wo es die EU-Vorschriften erlauben. Geschäftsreiseverbände befürchten Folgewirkungen wie verpasste Zuganschlüsse an Flughafenbahnhöfen und Verstöße gegen EU-Arbeitszeitregelungen für Fahrer, die auf die Abholung von Führungskräften warten.
Für Mobilitätsmanager lautet die Empfehlung klar: Zusätzliche Pufferzeiten in Reisepläne einbauen, ankommende Mitarbeiter über den Fingerabdruckprozess informieren und die Nutzung der italienischen App „Viaggiare Sicuri“ fördern, um Echtzeitwarnungen zu Grenzstaus zu erhalten.
Mittelfristig hoffen die Flughäfen, dass nach der ersten Erfassungswelle automatisierte Gates die Wieder-Einreisen beschleunigen – doch die kommenden zwei Wochen werden voraussichtlich die härteste Belastungsprobe für das System. Italien erwägt zudem, die im Februar vom EU-Rat verabschiedete „Notfallpause“-Klausel in Anspruch zu nehmen, die eine vorübergehende Aussetzung der biometrischen Erfassung erlaubt, wenn die Wartezeiten 60 Minuten überschreiten; eine solche Entscheidung bedarf der Zustimmung des Kabinetts und der Benachrichtigung Brüssels.
Das EES ersetzt das manuelle Abstempeln von Pässen durch eine biometrische Datenbank, die von EU-LISA verwaltet wird. An italienischen Flughäfen gilt ein hybrides Modell: Etwa die Hälfte der Drittstaatsangehörigen wird noch über traditionelle Kontrollstellen abgefertigt, während die sogenannten e-Gates bei einigen Nationalitäten bereits Fingerabdrücke erfassen. Ab dem 31. März müssen Grenzbeamte alle Erstankömmlinge registrieren, ein Vorgang, der laut Fluggesellschaften zwei bis drei Minuten pro Passagier zusätzlich in Anspruch nehmen kann, falls die Kioske ausfallen oder Reisende mit dem Verfahren nicht vertraut sind.
Die italienische Luftfahrtbehörde ENAC prognostiziert, dass die Wartezeiten zu Spitzenzeiten am Flughafen Fiumicino ohne zusätzliche Kontrollspuren bis zu 90 Minuten betragen könnten. Das Verkehrsministerium eilt, um 120 weitere Selbstbedienungskioske an fünf Flughäfen zu installieren, und hat Überstunden für 600 Grenzpolizisten während der Osterzeit genehmigt.
Unterdessen fordert der Reiseveranstalter Tour Operator Italia, der Gruppenvisa für Kreuzfahrtreedereien abwickelt, die Fluggesellschaften auf, Ankünfte zeitlich zu staffeln und biometrische Daten dort vorzuerheben, wo es die EU-Vorschriften erlauben. Geschäftsreiseverbände befürchten Folgewirkungen wie verpasste Zuganschlüsse an Flughafenbahnhöfen und Verstöße gegen EU-Arbeitszeitregelungen für Fahrer, die auf die Abholung von Führungskräften warten.
Für Mobilitätsmanager lautet die Empfehlung klar: Zusätzliche Pufferzeiten in Reisepläne einbauen, ankommende Mitarbeiter über den Fingerabdruckprozess informieren und die Nutzung der italienischen App „Viaggiare Sicuri“ fördern, um Echtzeitwarnungen zu Grenzstaus zu erhalten.
Mittelfristig hoffen die Flughäfen, dass nach der ersten Erfassungswelle automatisierte Gates die Wieder-Einreisen beschleunigen – doch die kommenden zwei Wochen werden voraussichtlich die härteste Belastungsprobe für das System. Italien erwägt zudem, die im Februar vom EU-Rat verabschiedete „Notfallpause“-Klausel in Anspruch zu nehmen, die eine vorübergehende Aussetzung der biometrischen Erfassung erlaubt, wenn die Wartezeiten 60 Minuten überschreiten; eine solche Entscheidung bedarf der Zustimmung des Kabinetts und der Benachrichtigung Brüssels.
Quelle: Travel & Tour World
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