
Als Reaktion auf zunehmende Beschwerden von ausländischen Einwohnern und Arbeitgebern hat das Innenministerium die Einstellung von 500 temporären Mitarbeitern in den französischen Präfekturen genehmigt. Die neuen Mitarbeiter – Sachbearbeiter, Biometrie-Techniker und digitale Verwaltungsfachkräfte – beginnen sofort mit der Schulung, mit dem Ziel, die durchschnittliche Bearbeitungszeit für die Carte de Séjour von derzeit vier bis zwölf Monaten auf unter drei Monate bis Jahresende zu verkürzen. Die Präfekturen in Île-de-France, Provence-Alpes-Côte d’Azur und Auvergne-Rhône-Alpes erhalten die größten Kontingente, da sie den Großteil der Anträge von Studierenden, Fachkräften und Familienzusammenführungen bearbeiten. Innenminister Bruno Retailleau erklärte, dass das Budget auch die Modernisierung des fehleranfälligen Online-Antragsportals sowie die Verlängerung der Gültigkeit gespeicherter biometrischer Fingerabdrücke umfasst, wodurch Wiederholungstermine vor Ort reduziert werden. Multinationale Unternehmen begrüßen diesen Schritt. Verzögerte Genehmigungen zwangen einige Arbeitgeber, neue Mitarbeiter unbezahlten Urlaub nehmen zu lassen oder innerbetriebliche Versetzungen zu verschieben; andere gingen Compliance-Risiken ein, indem sie Beschäftigte mit abgelaufenen Karten vor Ort arbeiten ließen. Die beschleunigte Bearbeitung soll die Engpässe bei der Personalaufnahme vor der Herbst-Einstellungswelle entschärfen. Manager für globale Mobilität sollten die regionale Einführung genau verfolgen: Pilot-Teams für digitale Prozesse starten nächsten Monat in Paris und Lyon, und das Innenministerium plant, wöchentlich Dashboard-Statistiken zur Fortschrittskontrolle zu veröffentlichen. Arbeitgeber werden geraten, Einreichungsbelege aufzubewahren; sobald die Akten den neuen Teams zugewiesen sind, erhalten Antragsteller automatische SMS-Benachrichtigungen für biometrische Termine.
Quelle: VisasUpdate