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Frankreich stellt 500 zusätzliche Mitarbeiter ein, um Rückstand bei Aufenthaltskarten abzubauen

Apr. 7, 2026
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Frankreich stellt 500 zusätzliche Mitarbeiter ein, um Rückstand bei Aufenthaltskarten abzubauen
Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez hat einen Notfallplan vorgestellt, um landesweit 500 temporäre Mitarbeiter in den Präfekturen einzustellen, um die wachsenden Verzögerungen bei der Bearbeitung von Aufenthaltstiteln drastisch zu reduzieren. Laut dem Minister entspricht das zusätzliche Personal einer Erhöhung der Kapazitäten um 20 % und soll bereits im Mai eingesetzt werden. Der Fokus liegt auf den beiden größten Engpässen in den Präfekturen: der erstmaligen Ausstellung von Aufenthaltstiteln für Nicht-EU-Bürger sowie der Erneuerung von 40.000 fünfjährigen Brexit-Rückzugsabkommen-Karten (WA), die ab diesem Sommer ablaufen.

Die Rückstände haben sich seit der Umstellung auf Online-Anträge im Jahr 2021 stark vergrößert. Migrationsanwälte berichten von Wartezeiten von sechs bis acht Monaten für Standardverlängerungen, während derer ausländische Arbeitnehmer ihre Sozialversicherungsnummer nicht erneuern oder bei Reisen nicht nach Frankreich zurückkehren können. Die Personaldecke wurde sowohl vom Rechnungshof als auch von Organisationen wie Amnesty International als strukturelle Schwäche im französischen Migrationssystem kritisiert. Dies führte dazu, dass Unternehmen die Regierung unter Druck setzten, nachdem mehrere entsandte Mitarbeiter ihren legalen Status und damit ihr Arbeitsrecht zu verlieren drohten.

Frankreich stellt 500 zusätzliche Mitarbeiter ein, um Rückstand bei Aufenthaltskarten abzubauen


Nuñez erklärte gegenüber Ouest France, dass die Präfekturen zudem mit moderner IT-Ausstattung und einem neuen Fallmanagement-Dashboard ausgestattet werden, das Akten markiert, die sich der gesetzlich vorgeschriebenen 90-Tage-Frist nähern. Ein paralleler Vorschlag sieht vor, die Gültigkeit der gespeicherten biometrischen Daten von fünf auf zehn Jahre zu verdoppeln, sodass häufige Verlängerer auf die persönliche Fingerabdrucknahme verzichten können.

Für Manager der globalen Mobilität bedeuten diese Änderungen kürzere Bearbeitungszeiten und weniger Puffer in den Einsatzplänen. Unternehmen wird jedoch geraten, Mitarbeiter weiterhin im Gehaltsregister zu führen, bis diese ihren récépissé (Anmeldebestätigung) erhalten haben, da dieses während der Übergangszeit der einzige Nachweis für die fortlaufende Arbeitserlaubnis bleibt. Ab Juli werden die Präfekturen zudem durchschnittliche Bearbeitungszeiten nach Departements veröffentlichen, was den Personalabteilungen einen besseren Überblick über die am stärksten ausgelasteten Termine verschafft.
Quelle: Connexion France

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