
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat am 9. April ihre Warnung für Konfliktzonen verlängert und empfiehlt allen EU-Fluggesellschaften, den Luftraum über Iran, Irak, Israel, Jordanien, Libanon, den meisten Golfstaaten sowie Teilen von Saudi-Arabien und Oman mindestens bis zum 24. April 2026 zu meiden. Grund sind die anhaltenden militärischen Eskalationen sowie das Risiko von Fehlidentifikationen oder Abfangfehlern. Die tschechische Fluggesellschaft ČSA und die Freizeitairline Smartwings bestätigten, dass Flüge nach Dubai, Tel Aviv und Bangkok weiterhin über verlängerte Routen via Türkei und Kaukasus geführt werden, was die Flugzeit um bis zu 70 Minuten verlängert und die Treibstoffkosten pro Rotation um geschätzte 4.000 Euro erhöht. Der Frachtanbieter SkyTaxi hat Charterflüge nach Riad und Kuwait für den Zeitraum der Warnung ausgesetzt. Reisebüros in Prag berichten von einem starken Anstieg an Umbuchungsanfragen von Firmenkunden, deren Mitarbeiter über Golf-Drehkreuze reisen sollten. Mobilitätsmanager raten den Reisenden, enge Anschlusszeiten zu vermeiden und ihre Versicherungen auf Kriegsausschlüsse zu prüfen – insbesondere, da einige Versicherer den iranischen und irakischen Luftraum inzwischen automatisch als Ausschlusszone behandeln. Sollte die Warnung bis in den Mai verlängert werden, drohen Fluggesellschaften aufgrund der monatlichen Dienstzeitgrenzen der Crews mit einer Reduzierung der Flugpläne. Arbeitgeber mit rotierendem Personal in den Energie- und Bausektoren werden dringend gebeten, großzügigere Reisepläne zu erstellen und alternative Routen über Maskat oder Dschidda in Betracht zu ziehen, die unter der EASA-Ausnahme weiterhin in großer Höhe teilweise geöffnet sind.
Quelle: Anadolu Agency
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