
Deutschlands Innenminister Alexander Dobrindt bestätigte am späten 7. April, dass die im Jahr 2023 wiedereingeführten temporären Polizeikontrollen an allen deutschen Landgrenzen um weitere sechs Monate verlängert werden – mindestens bis zum 15. September 2026. Die Entscheidung hält stationäre und mobile Kontrollen entlang der gesamten 810 Kilometer langen Grenze zur Tschechischen Republik sowie zu Polen, der Schweiz, Österreich und Frankreich aufrecht.
Obwohl die Maßnahme als Kontrolle der Migration dargestellt wird, betrifft die Verlängerung unmittelbar die Tausenden von Lkw, Pendlerbussen und Firmenwagen, die täglich die Korridore D5 und D8 passieren. Tschechische Exporteure warnen, dass selbst kurze, sporadische Kontrollen zu stundenlangen Wartezeiten, höherem Kraftstoffverbrauch und steigenden Standgeldgebühren bei Just-in-Time-Anlagen auf beiden Seiten der Grenze führen.
Spediteure mit Sitz in Prag berichten, dass sich die durchschnittlichen Wartezeiten an den Grenzübergängen Rozvadov/Waidhaus und Krásný Les/Zinnwald diese Woche verdoppelt haben, einige Fahrer berichten von zwei Kilometer langen Rückstaus während der morgendlichen Stoßzeit. Die Logistikgruppe Česmad Bohemia schätzt, dass jede zusätzliche Stunde im Stau einem Schwerlastfahrzeug etwa 85 Euro an Arbeits-, Kraftstoff- und Kühlkosten verursacht.
Unternehmen, die die deutschen Automobil- und Chemiecluster beliefern, haben bereits begonnen, Versandfenster neu zu planen oder Umleitungen über Polen einzurichten, was pro Rundfahrt 90 bis 120 Kilometer mehr bedeutet. Die Europäische Kommission prüft, ob die fortwährenden Verlängerungen – erstmals während der Migrationskrise 2015 eingeführt – gegen Schengen-Regeln verstoßen, die interne Grenzkontrollen nur in Ausnahmefällen erlauben.
Zehn der 29 Schengen-Mitgliedstaaten unterhalten derzeit noch interne Kontrollen, doch die deutschen dauern am längsten an. Abgeordnete des Parlamentsausschusses für Bürgerliche Freiheiten haben mit Vertragsverletzungsverfahren gedroht, falls Berlin vor der Sommerpause keine Ausstiegsstrategie vorlegt.
Für tschechische Unternehmen stehen viel auf dem Spiel: Deutschland absorbiert etwa ein Drittel der tschechischen Exporte, und rund 14.000 Tschechen pendeln täglich zur Arbeit. Personalverantwortliche raten grenzüberschreitenden Mitarbeitern, einen Beschäftigungsnachweis mitzuführen und bei Fahrten zu Kunden oder Schulungen mehr Zeit einzuplanen.
Mobilitätsteams aktualisieren zudem die Meldungen für entsandte Arbeitnehmer, da stichprobenartige Grenzkontrollen nun mit Arbeitsinspektionen vor Ort kombiniert werden können. Während das Innenministerium in Berlin betont, die Kontrollen blieben „gezielt und risikobasiert“, fürchten tschechische Spediteure einen weiteren Sommer voller Störungen, sofern keine bilateralen Green-Lane-Abkommen oder digitale Vorabfreigaben eingeführt werden.
Die tschechische Regierung schließt diplomatischen Druck nicht aus, rät Unternehmen aber derzeit, das Portal der Verkehrspolizei zu beobachten und Pufferzeiten in Lieferverträge einzubauen.
Obwohl die Maßnahme als Kontrolle der Migration dargestellt wird, betrifft die Verlängerung unmittelbar die Tausenden von Lkw, Pendlerbussen und Firmenwagen, die täglich die Korridore D5 und D8 passieren. Tschechische Exporteure warnen, dass selbst kurze, sporadische Kontrollen zu stundenlangen Wartezeiten, höherem Kraftstoffverbrauch und steigenden Standgeldgebühren bei Just-in-Time-Anlagen auf beiden Seiten der Grenze führen.
Spediteure mit Sitz in Prag berichten, dass sich die durchschnittlichen Wartezeiten an den Grenzübergängen Rozvadov/Waidhaus und Krásný Les/Zinnwald diese Woche verdoppelt haben, einige Fahrer berichten von zwei Kilometer langen Rückstaus während der morgendlichen Stoßzeit. Die Logistikgruppe Česmad Bohemia schätzt, dass jede zusätzliche Stunde im Stau einem Schwerlastfahrzeug etwa 85 Euro an Arbeits-, Kraftstoff- und Kühlkosten verursacht.
Unternehmen, die die deutschen Automobil- und Chemiecluster beliefern, haben bereits begonnen, Versandfenster neu zu planen oder Umleitungen über Polen einzurichten, was pro Rundfahrt 90 bis 120 Kilometer mehr bedeutet. Die Europäische Kommission prüft, ob die fortwährenden Verlängerungen – erstmals während der Migrationskrise 2015 eingeführt – gegen Schengen-Regeln verstoßen, die interne Grenzkontrollen nur in Ausnahmefällen erlauben.
Zehn der 29 Schengen-Mitgliedstaaten unterhalten derzeit noch interne Kontrollen, doch die deutschen dauern am längsten an. Abgeordnete des Parlamentsausschusses für Bürgerliche Freiheiten haben mit Vertragsverletzungsverfahren gedroht, falls Berlin vor der Sommerpause keine Ausstiegsstrategie vorlegt.
Für tschechische Unternehmen stehen viel auf dem Spiel: Deutschland absorbiert etwa ein Drittel der tschechischen Exporte, und rund 14.000 Tschechen pendeln täglich zur Arbeit. Personalverantwortliche raten grenzüberschreitenden Mitarbeitern, einen Beschäftigungsnachweis mitzuführen und bei Fahrten zu Kunden oder Schulungen mehr Zeit einzuplanen.
Mobilitätsteams aktualisieren zudem die Meldungen für entsandte Arbeitnehmer, da stichprobenartige Grenzkontrollen nun mit Arbeitsinspektionen vor Ort kombiniert werden können. Während das Innenministerium in Berlin betont, die Kontrollen blieben „gezielt und risikobasiert“, fürchten tschechische Spediteure einen weiteren Sommer voller Störungen, sofern keine bilateralen Green-Lane-Abkommen oder digitale Vorabfreigaben eingeführt werden.
Die tschechische Regierung schließt diplomatischen Druck nicht aus, rät Unternehmen aber derzeit, das Portal der Verkehrspolizei zu beobachten und Pufferzeiten in Lieferverträge einzubauen.
Quelle: EnergoZrouti.cz
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