
Swiss International Air Lines (SWISS) bestätigte am 14. April 2026, dass alle Passagierflüge von und nach Dubai aufgrund der anhaltenden Instabilität im Golf bis mindestens 11. Juli weiterhin ausgesetzt bleiben. Die Entscheidung, die in Abstimmung mit der Muttergesellschaft Lufthansa Group getroffen wurde, verlängert eine bereits seit März bestehende Flugpause und fällt nun in die Hauptreisezeit des Schweizer Sommers. Verbindungen zu weiteren acht Zielen im Nahen Osten – darunter Abu Dhabi, Riad und Maskat – sind bis zum 24. Oktober eingestellt, was Tausende Geschäftsreisende zwingt, Umwege über Drehkreuze wie Istanbul oder Doha zu nehmen. Betroffene Passagiere können Erstattungen oder kostenfreie Umbuchungen beantragen, doch Unternehmen mit engen Projektfristen in den VAE und Saudi-Arabien sehen sich mit zusätzlichen Hotelübernachtungen und Produktivitätsverlusten konfrontiert. Die Flughäfen Zürich und Genf nutzen die knappen Slots nun verstärkt für europäische Freizeitstrecken, während SWISS ungenutzte Langstreckenflugzeuge einsetzt, um die Kapazitäten im Schengen-Raum zu erhöhen. Reise-Risikoberater weisen darauf hin, dass der Luftraum im Golf nach Drohnenangriffen auf Tanker in der Straße von Hormus Ende Februar weiterhin von schnell schwankenden Versicherungsprämien und Überflugbeschränkungen betroffen ist. SWISS betont, dass die Treibstoffversorgung am Flughafen Zürich „derzeit stabil“ sei, bereitet jedoch Notfallpläne vor, um bei einem möglichen Engpass bei Kerosin alternative Bezugsquellen zu sichern (siehe Folgemeldung). Personal- und Global-Mobility-Teams sollten Mitarbeitende darauf hinweisen, für Reisen in den Nahen Osten mehr Zeitpuffer einzuplanen, erstattungsfähige Tarife zu buchen und die Firmenreiseversicherung auf Kriegsausschlüsse zu prüfen. Die Visa-on-Arrival-Regelung für Schweizer Staatsbürger in den VAE bleibt unverändert, doch Umwege über Drittstaaten könnten mit Inkrafttreten des EU-Einreise-/Ausreisesystems Anfang April zusätzliche Transitvisa oder ETIAS-Anforderungen nach sich ziehen. Die Fluggesellschaft wird die Lage Ende Mai neu bewerten. Bei einer Verbesserung der Sicherheitslage könnte ein schrittweiser Neustart im dritten Quartal beginnen, doch Analysten warnen, dass die Planung von Crew-Einsätzen und Flugzeugverlegungen Wochen dauern kann, bis die Kapazitäten wieder normal sind.
Quelle: SWI Swissinfo (Keystone-SDA)
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