
Nur 48 Stunden nachdem das biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union verpflichtend wurde, bittet die europäische Luftfahrtbranche um eine Ausnahmeregelung. In einem gemeinsamen offenen Brief vom 13. April warnen Airlines for Europe (A4E) und der Airports Council International Europe, dass das System „ganz oder teilweise ausgesetzt werden muss, sobald die Warteschlangen unzumutbare Längen erreichen“. Biometric Update, das die Geschichte zuerst berichtete, zitiert A4E-Geschäftsführerin Ourania Georgoutsakou: „Den Grenzkontrollbehörden muss erlaubt werden, das EES abzuschalten – nicht nur zu verlangsamen –, wenn die Wartezeiten explodieren.“
Der Appell folgt auf Szenen in Zürich, wo am Samstag nur vier von 16 e-Gates funktionierten und die Passstempel für zwei Stunden wieder eingeführt werden mussten, um den Rückstau abzubauen. Die Lobbyarbeit erfolgt, während Schweizer Wirtschaftsverbände die Folgen kalkulieren. Economiesuisse schätzt, dass eine einstündige Abflugverspätung in Zürich Kosten von 1,3 Millionen CHF durch verpasste Slots, Überstunden des Personals und Entschädigungen verursacht. Da EasyJet, Emirates und United verspätete Ankünfte melden, geraten die Verbindungen an Schweizer Drehkreuzen zunehmend unter Druck.
Nach EU-Vorschriften dürfen Mitgliedstaaten – sowie Schengen-Partner wie die Schweiz – das System in Ausnahmefällen bereits für 90 Tage aussetzen, mit einer Verlängerungsmöglichkeit um 60 Tage. Brancheninsider fordern von Bern eine klare Aussage, wie schnell diese Klausel bei einem erneuten Ansturm während der Osterferien gezogen wird. Die Botschaft an die Manager der Firmenmobilität ist eindeutig: Planen Sie großzügige Zeitpuffer für April und Mai ein, sichern Sie flexible Tickets und warnen Sie Ihre Kollegen, dass der Weg vom Gate zum Taxi jetzt einen halben Vormittag dauern kann.
Bis die Politik entscheidet, ob der „Not-Aus-Schalter“ politisch durchsetzbar ist, müssen die bestorganisierten Flughäfen der Alpenregion auf Hoffnung und Notfallpläne setzen.
Der Appell folgt auf Szenen in Zürich, wo am Samstag nur vier von 16 e-Gates funktionierten und die Passstempel für zwei Stunden wieder eingeführt werden mussten, um den Rückstau abzubauen. Die Lobbyarbeit erfolgt, während Schweizer Wirtschaftsverbände die Folgen kalkulieren. Economiesuisse schätzt, dass eine einstündige Abflugverspätung in Zürich Kosten von 1,3 Millionen CHF durch verpasste Slots, Überstunden des Personals und Entschädigungen verursacht. Da EasyJet, Emirates und United verspätete Ankünfte melden, geraten die Verbindungen an Schweizer Drehkreuzen zunehmend unter Druck.
Nach EU-Vorschriften dürfen Mitgliedstaaten – sowie Schengen-Partner wie die Schweiz – das System in Ausnahmefällen bereits für 90 Tage aussetzen, mit einer Verlängerungsmöglichkeit um 60 Tage. Brancheninsider fordern von Bern eine klare Aussage, wie schnell diese Klausel bei einem erneuten Ansturm während der Osterferien gezogen wird. Die Botschaft an die Manager der Firmenmobilität ist eindeutig: Planen Sie großzügige Zeitpuffer für April und Mai ein, sichern Sie flexible Tickets und warnen Sie Ihre Kollegen, dass der Weg vom Gate zum Taxi jetzt einen halben Vormittag dauern kann.
Bis die Politik entscheidet, ob der „Not-Aus-Schalter“ politisch durchsetzbar ist, müssen die bestorganisierten Flughäfen der Alpenregion auf Hoffnung und Notfallpläne setzen.
Quelle: Biometric Update