
Finnland, lange Zeit eine nordische Ausnahme ohne spezielle Tourismusabgabe, steht kurz davor, Städten und Gemeinden mit Skigebieten die Möglichkeit zu geben, eine Übernachtungsgebühr von Besuchern zu erheben. Die Reisepublikation Fodor’s berichtete am 21. April 2026, dass das Finanzministerium einen Gesetzentwurf fertiggestellt hat, der es Kommunen ab 2028 erlauben würde, eine pro Nacht erhobene Gebühr einzuführen – ähnlich der italienischen tassa di soggiorno oder der französischen taxe de séjour.
Nach dem Vorschlag wäre die Steuer freiwillig und lokal erhoben, wobei die Einnahmen zweckgebunden für Tourismusinfrastruktur, Nachhaltigkeitsprojekte und Destinationsmanagement verwendet werden sollen. Finanzministerin Riikka Purra erklärte, das Ziel sei ein „einfaches und klares Modell“, wobei die Einführung und Festlegung der Sätze den Gemeinden überlassen bleibe.
Der Gesetzentwurf folgt auf eine Studie des Ministeriums, die zeigte, dass die durch Besucher verursachten Kosten – von der Instandhaltung der Wanderwege in Lappland bis zum Besuchermanagement auf der Festungsinsel Suomenlinna in Helsinki – derzeit fast vollständig von den lokalen Steuerzahlern getragen werden.
Finnland verzeichnete 2025 mit über fünf Millionen ausländischen Gästen und geschätzten Ausgaben von 3,7 Milliarden Euro einen neuen Tourismusrekord. Beliebte Zentren wie Rovaniemi, Levi und die Innenstadt Helsinkis fordern neue Finanzierungswege, um den Anstieg bei Kreuzfahrten und Billigfliegern zu bewältigen.
Würde die Tourismusabgabe eingeführt, könnte sie für alle Unterkunftsarten gelten – von Hotels über Kurzzeitvermietungen bis hin zu Campingplätzen – und so sicherstellen, dass sowohl Budgetreisende als auch Luxusgäste ihren Anteil zahlen. Für Geschäftsreisende und Projektteams in Serviced Apartments würde die Maßnahme die Kosten für Langzeitaufenthalte erhöhen.
Mobilitätsbudgets müssten möglicherweise angepasst werden, sobald die Gemeinden ihre Sätze veröffentlichen – voraussichtlich im Bereich von 2 bis 5 Euro pro Nacht, so erste Gespräche mit Beteiligten. Das Gesetz erlaubt Unternehmen ausdrücklich, die Steuer als gesonderten Posten zurückzufordern, allerdings nur, wenn sie auf Rechnungen separat ausgewiesen wird. Reisebüros und Buchungsplattformen sollten daher ihre Systeme aktualisieren, um die Abgabe transparent abzubilden.
Finnlands Schritt reiht sich ein in eine Welle höherer Tourismusabgaben in Europa im Jahr 2026, darunter neue Bettensteuern in Barcelona, Edinburgh und der norwegischen Fjordregion. Sollte das finnische Parlament den Gesetzentwurf im Herbst verabschieden, würde das Gesetz 2027 in Kraft treten, sodass die Städte ein Jahr Zeit hätten, die Erhebungssysteme aufzubauen, bevor am 1. Januar 2028 die ersten Einnahmen fließen.
Nach dem Vorschlag wäre die Steuer freiwillig und lokal erhoben, wobei die Einnahmen zweckgebunden für Tourismusinfrastruktur, Nachhaltigkeitsprojekte und Destinationsmanagement verwendet werden sollen. Finanzministerin Riikka Purra erklärte, das Ziel sei ein „einfaches und klares Modell“, wobei die Einführung und Festlegung der Sätze den Gemeinden überlassen bleibe.
Der Gesetzentwurf folgt auf eine Studie des Ministeriums, die zeigte, dass die durch Besucher verursachten Kosten – von der Instandhaltung der Wanderwege in Lappland bis zum Besuchermanagement auf der Festungsinsel Suomenlinna in Helsinki – derzeit fast vollständig von den lokalen Steuerzahlern getragen werden.
Finnland verzeichnete 2025 mit über fünf Millionen ausländischen Gästen und geschätzten Ausgaben von 3,7 Milliarden Euro einen neuen Tourismusrekord. Beliebte Zentren wie Rovaniemi, Levi und die Innenstadt Helsinkis fordern neue Finanzierungswege, um den Anstieg bei Kreuzfahrten und Billigfliegern zu bewältigen.
Würde die Tourismusabgabe eingeführt, könnte sie für alle Unterkunftsarten gelten – von Hotels über Kurzzeitvermietungen bis hin zu Campingplätzen – und so sicherstellen, dass sowohl Budgetreisende als auch Luxusgäste ihren Anteil zahlen. Für Geschäftsreisende und Projektteams in Serviced Apartments würde die Maßnahme die Kosten für Langzeitaufenthalte erhöhen.
Mobilitätsbudgets müssten möglicherweise angepasst werden, sobald die Gemeinden ihre Sätze veröffentlichen – voraussichtlich im Bereich von 2 bis 5 Euro pro Nacht, so erste Gespräche mit Beteiligten. Das Gesetz erlaubt Unternehmen ausdrücklich, die Steuer als gesonderten Posten zurückzufordern, allerdings nur, wenn sie auf Rechnungen separat ausgewiesen wird. Reisebüros und Buchungsplattformen sollten daher ihre Systeme aktualisieren, um die Abgabe transparent abzubilden.
Finnlands Schritt reiht sich ein in eine Welle höherer Tourismusabgaben in Europa im Jahr 2026, darunter neue Bettensteuern in Barcelona, Edinburgh und der norwegischen Fjordregion. Sollte das finnische Parlament den Gesetzentwurf im Herbst verabschieden, würde das Gesetz 2027 in Kraft treten, sodass die Städte ein Jahr Zeit hätten, die Erhebungssysteme aufzubauen, bevor am 1. Januar 2028 die ersten Einnahmen fließen.
Quelle: Fodor’s Travel